Technisch

Nö: Ruby – eine Stute – hängt fest

HERNSTEIN (NÖ): Man wird es wohl nie erfahren was am Sonntagvormittag „Ruby“, eine 7-jährige Stute, auf einer Koppel in Hernstein Bezirk Baden veranlasst hatte, sich genau zwischen zusammengewachsenen Bäumen durchzuzwängen.  Jedenfalls musste deshalb auch die örtliche Freiwillige Feuerwehr ausrücken.

Kurz nach 9.30 Uhr langte, am heutigen 27. Juni 2021, über Notruf 122 bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden ein Hilferuf ein und der Anrufer ersuchte um Unterstützung der Feuerwehr. Ein Pferd soll auf der Koppel genau zwischen zwei Bäumen festhängen und „wirklich festhängen“ wiederholte der Notrufmelder. Es kann weder vor noch zurück schilderte er auch noch und eine Tierärztin aus Pottenstein wurde bereits verständigt.

Die 12 ausgerückten Feuerwehrkräfte der Freiwillige Feuerwehr Hernstein staunten dann auch nicht schlecht, als sie mit dem Rüstlöschfahrzeug und dem Mannschaftstransportfahrzeug an der etwas abseitsgelegenen Einsatzstelle eintrafen und sich die Alarmierungsmeldung voll und ganz bestätigte. „Ruby“ war regelrecht mittig in einer sogenannten Zwiesel eingeklemmt.

Anmerkung: Ein Zwiesel bezeichnet normalerweise einen Baumstamm, der sich irgendwo in zwei (oder mehr) etwa gleichstarke Stämme teilt, die beide leicht schräg, aber steil nach oben wachsen und fortan praktisch zwei (oder mehr) Stämme bilden.

Schnell war auch den Feuerwehrleuten klar, dass diese Befreiung der Stute eine ganz besondere Herausforderung wird. Nachdem die Tierärztin eintraf und sich mit den Feuerwehrleuten beratschlagte, musste sie für die Rettungsarbeiten „Ruby“ sedieren (in einen Dämmerschlaf versetzen). Zwischenzeitlich trugen die Feuerwehrleute Gerätschaften vom Rüstlöschfahrzeug zu dem schwer zugängigen Einsatzort.  

„Wir entschlossen uns, nachdem die Stute medikamentös durch die Tierärztin vorbereitet wurde, mit Muskelkraft und Einsatz von Hebebändern, Leinen, sowie einer Umlenkrolle, zum Anheben des eingeklemmten Pferdes, die Befreiung vorzunehmen“ – so Feuerwehreinsatzleiter Kommandant OBI Roman Retzl von der FF Hernstein.

Dieses gelang auch den Feuerwehreinsatzkräften unter Einbeziehung aller anwesenden Personen. Nach einer Erhol-Phase und weiterer medizinischen Versorgung durch die Tierärztin, soll es nach ersten Auskünften Ruby wieder gut gehen und bereits in ihrem Stall stehen.

BFKDO Baden

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