Nö: Dramatische Menschenrettung nach Bootsunfall auf der Donau

LANGENZERSDORF (NÖ): Am 12. August 2015 um 21.49 wurde die Feuerwehr Langenzersdorf zu einem technischen Einsatz (Person in Notlage) alarmiert. Wenige Minuten nach der Alarmierung über die Personenrufempfänger setzen sich die ersten Fahrzeuge Richtung Einsatzort, nahe des Feuerwehr Bootsstegs am linken Donauufer, in Bewegung.

Dem Einsatzleiter zeigte sich, nach der ersten raschen Erkundung ein dramatischeres Bild als in der Einsatzmeldung übermittelt. Aus bislang ungeklärter Ursache dürfte ein Motorboot mit hoher Geschwindigkeit über die Geschiebeleitschwelle (eine Vorrichtung zur Regulierung der Donauströmung) gefahren sein. Dabei kam es zu einer schweren Kollision des Boots mit den Felsen, wobei zwei Personen aus dem Boot geschleudert und verletzt wurden.

Engagierte Passanten kümmerten sich um die Verletzten. Kurz nach dem Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr, verlor einer jedoch das Bewusstsein und die Atmung setzte aus. Sofort begannen die Florianis mit der Wiederbelebung und meldeten den Vorfall über Funk beim Rettungsdienst. Zeitgleich kümmerten sich weitere Feuerwehrmitglieder um die andere verunfallte Person und begannen eine umfangreiche Suche nach eventuellen weiteren Insassen des Motorboots.

Mit der Unterstützung der Strompolizei, sowie einem Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera konnte sichergestellt werden, dass keine weiteren Insassen vermisst werden. Die eintreffenden Kräfte des Rettungsdienstes übernahmen die Wiederbelebungs- und Versorgungsmaßnahmen, die Freiwilligen Langenzersdorfer unterstützten sie dabei. Nachdem die Verletzten abtransportiert wurden, konnte die Feuerwehr mit der Bergung des völlig zerstörten Motorboots beginnen.

Unter Einsatz der Zillen, sowie dem Kran des Versorgungsfahrzeuges wurde das Wrack auf dem Treppelweg gehoben. Auslaufende Betriebsmittel wurden mittels Ölsperre eingedämmt und treibende Polyesterteile eingesammelt. Um ca. 23.50 rückten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Langenzersdorf wieder ins Zeughaus ein um die eingesetzten Geräte und Materialien zu versorgen. Mit der Dokumentation sowie einer Nachbesprechung war dieser Einsatz um ca 0.15 beendet.

FF Langenzersdorf

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