Bayern / Italien: 25. Internationale Feuerwehr-Sternfahrt 2026 in Grado
WAGING AM SEE (BAYERN) | GRADO (ITALIEN): Gründungsfeste mit Fahnen- oder auch Fahrzeugweihen gehören in Österreich und Bayern zu den traditionellen Veranstaltungen der Feuerwehren. Neben einem Festgottesdienst und einem Festumzug gehört natürlich das dementsprechende musikalische Rahmenprogramm zu diesen Veranstaltungen.
Grund war die 25. Internationale Feuerwehr-Sternfahrt, also das Internationale Treffen aller Feuerwehren von Europa und sogar darüber hinaus, welches alle zwei Jahre in einem anderen Land stattfindet. Die Veranstaltung ist von internationaler Bedeutung, welche von Tausenden von Feuerwehrmitgliedern und internationalen Delegationen besucht wird.
An den vier Veranstaltungstagen gab es ein umfangreiches Programm mit Fach- und Technikausstellungen, einer historischen Ausstellung über die Feuerwehr von Grado, einen großen Ausstellungsbereich der lokalen Gastronomie und des Weinhandels in der Region Collio, sowie einer Feuerwehr-Oldtimer-Rundfahrt durch die Region Friaul-Julisch Venetien.

Auch das Rote Kreuz, sowie Hundeeinheiten der italienischen Staatspolizei präsentierten sich. Ein großes Augenmerk wurde auch auf die die Geschichte und Kultur gelegt, mit drei öffentlich zugänglichen Ausstellungen: „Helden in Flammen“ mit historischen Titelseiten der Domenica del Corriere im Kongresszentrum, die bereits erwähnte Ausstellung zur Geschichte der Feuerwehr Grado und einer Ausstellung von Feuerwehr-Miniaturmodellen.
Höhepunkte des Festes waren eine große Parade aller teilnehmenden Feuerwehren und ein Festgottesdienst in der Kirche Sant‘ Eufemia in Grado. Natürlich durfte ein abendliches Unterhaltungs- und Stimmungsprogramm im großen Festzelt bei einem der größten internationalen Feuerwehrfeste nicht fehlen. Im Vorfeld wurden die Veranstalter unter der Leitung von Renato Chittaro und Patrick Suligoj bereits auf die Ruperti-Blosn aus dem oberbayerischen Waging am See aufmerksam und engagierten diese für die Hauptveranstaltung am Samstag Abend.
Besser hätte die Wahl nicht fallen können, da der Ursprung dieser Musikgruppe aus der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See hervorgeht. Was an diesem Fest geboten wurde, sprengte dann doch alle Erwartungen. „Schätzungsweise über 6000 Gäste waren wohl bei unserem Auftritt mit dabei“, so Klarinettist Thomas Pfeffer: „Die Bestuhlung im Zelt reichte bei weitem nicht aus und es wurden von den Veranstaltern schon Sitzgelegenheiten im Freien und viele Stehplätze eingeplant.“

Pünktlich zum Auftrittsbeginn kam dann nach tagelangen Regenfällen in Norditalien die Sonne heraus und italienische Temperaturen stellten sich ein. Über vier Stunden gab es dann Partystimmung mit Party-Hits wie „Mir san a bayrische Band“, „Twist and shout“ oder „YMCA“, aber auch Oberkrainer-Sound mit Titeln wie „Hallo kleine Maus“, „Zeitmaschin’“ oder „Auf der Autobahn“ waren zu hören. Speziell für die italienischen Besucher wurden die Hits „Mamma Maria“ und „Sarà perchè ti amo“ gespielt. Sogar Wintersport gab es in der italienischen Frühlingsnacht mit dem „Bobfahrerlied“.
„Nach einem nicht enden wollenden Publikumschor bei „Hey Jude“ konnte dann nur noch der „Rainer-Marsch“ als eine der Zugaben die Stimmung speziell bei den anwesenden Feuerwehren aus dem Land Salzburg nicht mehr steigern“, so Thomas Pfeffer. Das Publikum kam neben vielen Feuerwehren aus Deutschland und Österreich unter anderem aus Slowenien, Polen, Schweiz, Frankreich und vielen weiteren Ländern. Natürlich waren auch viele italienische Feuerwehren und Einheimische aus der Region rund um Grado im Publikum.

Auch einige musikalische „Schlachtenbummler“ und Fans aus der Heimat sind zu dem Auftritt angereist. Organisator Patrick Suligou, welcher für den Festzeltbetrieb verantwortlich war, bestätige den Musikern der Ruperti-Blosn, dass sie die richtige musikalische Wahl für das große Feuerwehrfest waren. Dies wurde den Musikanten aus der Region auch von vielen Zeltfestbesuchern bestätigt – in deutscher, italienischer und englischer Sprache. Sogar während der Heimreise auf der Autobahn erhielt die Musikgruppe Applaus aus vorbeifahrenden und überholenden Privat- und Feuerwehrfahrzeugen und so manche Grüße mit der Hupe.
Schließlich waren die Musiker mit ihrem Anhänger als Ruperti-Blosn schon weithin sichtbar. Auch auf den Autbahnraststätten und Warteschlangen an den Mautstellen wurde die Partyband noch erkannt und von vielen Feuerwehr-Sternfahrern angesprochen und gelobt.

Als Fazit kann man die Veranstaltung als sehr erfolgreiches Fest bezeichnen. Mit dem Segnung der Feuerwehrhelme vor der Kathedrale von Grado und der Einholung der Sternfahrer-Fahne am Rathaus endete eines der größten Feuerwehrfeste Europas.


