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Stmk: Feuerwehr informiert Bevölkerung nach Murenabgang über Unwetterlage

HAUS IM ENNSTAL | SCHLADMING (STMK): Eine punktuelle Entladung einer Gewitterzelle im Gemeindegebiet von Haus im Ennstal und Schladming in der Nacht auf Montag, 29. Juni 2026, führte neben dem Murenabgang im Untertal auch dazu, dass das Geschiebeauffagbecken des Dürrenbaches im Ortsteil Oberhaus vollständig mit Geschiebe befüllt wurde.

Das Material im Ausmaß von 30.000 bis 40.000 m3 wird nun von Baggern aus dem Becken geborgen. Nach Absprache mit Behörden der Wildbach und der Bezirkshauptmannschaft sowie der örtlichen Feuerwehr entschied sich Bürgermeister Matthias Schwab nach Lageerkundung und Lagebesprechung dazu, die betroffene Bevölkerung vorsorglich über eine mögliche Evakuierung zu informieren, sollte sich die Lage aufgrund eines weiteren Starkregenereignisses zuspitzen.

Ab 18:21 Uhr wurden über die Bereichsfeuerwehrzentrale „Florian Liezen“ neun Feuerwehren im näheren Umkreis alarmiert, um mit der entsprechenden Mannschaft die Bevölkerung – betroffen sind etwa 47 Gebäude in der gelben Zone des Dürrenbaches auf einer Fläche von ca. 10 ha – zu briefen. Parallel dazu wurde der Abschnittsführungsstab im Rüsthaus Oberhaus hochgefahren, um den Einsatz koordiniert zu leiten. Bis 21:45 Uhr konnten alle betroffenen Bewohner informiert werden. Die Wetterlage wurde laufend durch diverse Kartendienste und Webcams am Berg neu beurteilt und der Einsatz schließlich gegen 23:30 Uhr, nachdem die Gewitterzellen vorübergezogen waren, abgebrochen.

Bgm. Matthias Schwab bedankte sich herzlich für den Einsatz bei allen Beteiligten. Die Feuerwehrmannschaften blieben bis 23 Uhr vor Ort in Bereitschaft. Im Falle einer tatsächlich erforderlichen Evakuierung werden die Personen mit einer gewissen Vorlaufzeit informiert, die Warnung bleibt vorerst bis Donnerstag aufrecht. Es wird an dieser Stelle betont, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt, um im Ernstfall rechtzeitig reagieren zu können.

Die Lage wird mit 30. Juni 2026 nach Besichtigung mit dem Landesgeologen – aus der Luft – neu evaluiert und im Anschluss wird die weitere Vorgehensweise, gemeinsam mit den Behörden und den Einsatzorganisationen abgeklärt.

Im Einsatz standen:
63 Mann von 9 Feuerwehren
16 Mann der Bergrettung
2 Mann vom Roten Kreuz
6 Mann der Polizei
Die Bezirkswarnzentrale mit aufgestockter Mannschaft

Bereichsfeuerwehrverband Liezen

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