USA: Großbrand in 14-stöckigem Hotel – Gebäude einsturzgefährdet und mit Wärmebilddrohne überwacht
LAREDO (USA): Ein Großbrand in einem 14-stöckigen Hotel hat in der Nacht auf Mittwoch, 7. Oktober 2026, in Laredo im US-Bundesstaat Texas einen Großeinsatz ausgelöst. Mehr als 100 Menschen mussten das DoubleTree Hotel verlassen, acht Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Nach dem Brand gilt das Gebäude als statisch unsicher. Bis zur Überprüfung durch Spezialisten ist selbst den Brandermittlern der Zutritt untersagt. Die Feuerwehr überwacht das Hotel inzwischen unter anderem mit einer Wärmebilddrohne auf mögliche neue Brandherde.
Der Brand wurde gegen 00.52 Uhr im Bereich der Garden Street gemeldet. Das Feuer breitete sich über mehrere Stockwerke des 14-geschossigen Hotels aus und entwickelte sich zu einem Drei-Alarm-Brand. Mehr als 80 Feuerwehrleute und weitere Einsatzkräfte wurden zur Brandbekämpfung und Evakuierung eingesetzt. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Kontrolle des Hotels. Die Einsatzkräfte durchsuchten die Zimmer nach Angaben von Feuerwehrchef Guillermo Heard mehrfach, um sicherzustellen, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden. Mehr als 100 Menschen mussten das Hotel verlassen.
Acht Personen wurden zur weiteren Versorgung in Krankenhäuser gebracht, teilweise aufgrund einer Rauchgasbelastung. Todesopfer oder lebensgefährlich verletzte Personen waren nach Angaben der Behörden nicht zu beklagen.
Gebäude nach Brand statisch unsicher
Der Großteil des Feuers konnte innerhalb von etwa zwei Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Mit dem Ende der eigentlichen Brandbekämpfung war der Einsatz jedoch keineswegs abgeschlossen. Der Brand hatte das Gebäude derart in Mitleidenschaft gezogen, dass die Feuerwehr es als statisch unsicher einstufte. Damit konnten auch die Ermittlungen zur Brandursache zunächst nicht im Inneren fortgesetzt werden. Bevor Feuerwehr und Brandermittler das Hotel wieder betreten dürfen, muss eine entsprechende Begutachtung erfolgen. Das Hotelmanagement beauftragte hierfür ein externes Unternehmen.
Nach Angaben der Stadt ist derzeit noch offen, ob Teile des Gebäudes erhalten werden können oder ob aufgrund der Schäden sogar ein Abbruch erforderlich werden könnte. Wegen der möglichen Gefährdung wurden auch Straßen und Bereiche rund um das Hotel großräumig gesperrt. Bürgermeister Victor Trevino rief aufgrund der Einsatzlage den Notstand aus. Damit konnten zusätzliche Ressourcen für die Bewältigung der Lage aktiviert werden.
Drohne sucht nach neuen Wärmequellen
Auch zwei Tage nach dem Brand bleibt die Feuerwehr vor Ort. Zwei Feuerwehrfahrzeuge sowie ein Drohnenteam überwachen das beschädigte Gebäude. Die Drohne wird in kurzen Abständen eingesetzt und kontrolliert das Hotel mithilfe von Wärmebildtechnik auf mögliche Temperaturauffälligkeiten und wieder aufflammende Brandstellen. Dadurch kann das Gebäude von außen kontrolliert werden, ohne Einsatzkräfte in die derzeit als unsicher eingestufte Konstruktion schicken zu müssen. Die Absperrungen rund um das Hotel haben auch Auswirkungen auf umliegende Betriebe und den Verkehr. Das DoubleTree selbst bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Brandursache weiterhin offen
Die Ursache des Brandes ist bislang nicht geklärt. Die eigentliche Brandursachenermittlung kann erst fortgesetzt werden, wenn Fachleute das Gebäude zur Begehung freigegeben haben. Zusätzlich prüfen die Behörden Berichte von Hotelgästen, wonach während des Brandes möglicherweise keine Brandmelde- beziehungsweise Alarmierungsanlage wahrgenommen worden sei. Die Feuerwehr von Laredo hat bislang jedoch nicht bestätigt, ob beziehungsweise in welchem Umfang die Alarmanlagen tatsächlich ausgelöst haben. Auch dieser Punkt ist somit Gegenstand weiterer Untersuchungen.


