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Indonesien: Vier Helfer bei Vegetationsbrand im Bromo-Nationalpark getötet – zwei weitere schwer verletzt

PROBOLINGGO (INDONESIEN): Vier Mitglieder einer Löschmannschaft sind am Donnerstag, 15. Oktober 2026, bei der Bekämpfung eines Vegetationsbrandes im Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark auf der indonesischen Insel Java ums Leben gekommen. Zwei weitere Helfer erlitten schwere Verbrennungen. Die Gruppe wurde von einer plötzlichen massiven Brandausbreitung überrascht und von den Flammen eingeschlossen. Starker Wind, ausgetrocknete Vegetation und äußerst schwieriges Gelände erschwerten die Brandbekämpfung erheblich.

Der Brand war am Dienstag, 13. Oktober, im Bereich landwirtschaftlich genutzter Flächen nahe Pusung Dawa gemeldet worden. Das Feuer breitete sich in weiterer Folge bis in den Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark aus. Die örtlichen Einsatzkräfte standen dabei vor erheblichen Problemen: Löschwasser war in unmittelbarer Umgebung nicht verfügbar und das steile Gelände konnte von Pumpen und Fahrzeugen nicht erreicht werden. Die Brandbekämpfung musste deshalb teilweise von Hand mit Feuerpatschen durchgeführt werden. Am Mittwochvormittag galt der Brand zunächst als gelöscht.

Feuer flammt erneut auf

Am Donnerstag gegen 9.20 Uhr wurde im selben Bereich wieder eine starke Rauchentwicklung festgestellt. Nachdem sich das Feuer zunehmend ausbreitete, wurden zusätzliche Kräfte angefordert. Eine gemischte Mannschaft aus Mitarbeitern des Nationalparks, Angehörigen örtlicher Brandschutzgruppen und weiteren freiwilligen Helfern begab sich in das Gebiet, um den Brand einzudämmen und Brandschneisen anzulegen. Gegen 13 Uhr kam es zur Katastrophe. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung entwickelte sich plötzlich eine massive Feuerfront. Sechs Mitglieder der Löschmannschaft wurden von den Flammen eingeschlossen. Fünf weitere Helfer, die sich auf der gegenüberliegenden Seite des Brandes befanden, konnten dem Feuer entkommen.

Drei der Eingeschlossenen starben noch an der Einsatzstelle. Ein weiterer Helfer erlag während des Transports ins Krankenhaus seinen Verletzungen. Bei den vier Todesopfern handelt es sich um zwei Mitarbeiter des Bromo-Tengger-Semeru-Nationalparks sowie zwei Mitarbeiter eines örtlichen Hotels, die sich an den Löscharbeiten beteiligt hatten. Zwei weitere Männer erlitten schwere Verbrennungen. Sie wurden zunächst in ein Krankenhaus in Tongas gebracht und anschließend zur weiteren intensivmedizinischen Behandlung in das Dr.-Soetomo-Krankenhaus in Surabaya verlegt.

Starker Wind und trockene Vegetation

Wie die indonesische Nachrichtenagentur ANTARA unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde BPBD berichtet, begünstigten starke Winde und die ausgetrocknete Vegetation die rasche Brandausbreitung. Betroffen waren unter anderem trockenes Gras, Akazien, Calliandra-Sträucher und Berg-Kasuarinen. Auch nach dem tödlichen Zwischenfall flammten mehrere Brandstellen erneut auf. Die Einsatzkräfte änderten daraufhin ihre Vorgehensweise. Wegen der steilen Hanglagen und der damit verbundenen hohen Gefährdung wurde auf weitere manuelle Löschversuche in besonders schwer zugänglichen Bereichen verzichtet. Die Brandstellen wurden stattdessen aus sicherer Entfernung überwacht. Die Verantwortlichen der Katastrophenschutzbehörde betonten nach dem Unglück ausdrücklich, dass der Eigenschutz der eingesetzten Kräfte bei der weiteren Brandbekämpfung oberste Priorität habe.

Polizei untersucht Ablauf

Die Polizei von Ostjava hat Ermittlungen zum Brand sowie zu den Umständen aufgenommen, die zum Tod der vier Helfer führten. Zeugen wurden befragt, um den genauen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren. Auch die Nationalparkverwaltung kündigte eine Aufarbeitung des Einsatzes an. Der Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark hatte bereits in den vergangenen Wochen wiederholt mit Vegetationsbränden zu kämpfen. Trockenheit, leicht entzündliche Vegetation und starke Winde erschweren in der gebirgigen Region die Brandbekämpfung immer wieder erheblich.

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