Technisch

Stmk: Frau stürzt mit Auto in Werkskanal -> Nur noch Totbergung

Röthelstein (Stmk): Einen Großeinsatz der Einsatzkräfte gab es am Nachmittag des Pfingstmontags (28.05.2012) im Gemeindegebiet von Röthelstein, Bezirk Graz Umgebung. Eine ältere Dame war mit ihrem PKW gegen 15.30 Uhr aus ungeklärter Ursache in den E-Werk-Kanal des Zubringers …

… zum Murkraftwerk Laufnitzdorf gestürzt. Das Fahrzeug versank binnen weniger Minuten vor zahlreichen Augenzeugen im ca. fünf Meter tiefen und 15 Meter breiten Kanal.

Die Lenkerin hatte keine Chance. Sie war nach einem Verwandtenbesuch in Röthelstein von einer steil abschüssigen Hausausfahrt geradeaus in den Murkanal gefahren. Das Fahrzeug durchbrach dabei einen Holzzaun und versank binnen weniger Minuten im Wasser. Danach wurde das Auto mitsamt der Frau mehrere 100 Meter flussabwärts getrieben, ehe der Wagen in 5 Meter Tiefe hängen blieb.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei, Notärzten und Behörden rückten umgehend zur Unfallstelle aus. Insgesamt standen 12 Feuerwehren, die gesamte Tauchstaffel des Bezirkes Graz Umgebung sowie eine Tauchereinheit des Bezirkes Bruck an der Mur und die Feuerwehrboote der BtF SAPPI Gratkorn-Werk und der FF Thondorf, die Rot-Kreuz-Dienststellen von Frohnleiten, Übelbach und Gratkorn, die Polizeiinspektion Frohnleiten, Mitarbeiter des Verbundes und der Bürgermeister der Gemeinde Röthelstein Herr Harald Reiter mit 90 Mann/Frau im Einsatz.

Nach einer fieberhaften Suche mittels der eingesetzten Boote konnte das versunkene Fahrzeug nach etwa zwei Stunden rund 500 Meter flussabwärts der Unfallstelle geortet werden. Allerdings war ein Einsatz der Feuerwehrtaucher zu diesem Zeitpunkt zu gefährlich, da die Strömungsgeschwindigkeit zu stark war. Erst nach Abschaltung des Zulaufes zum Kraftwerk konnten die Taucher ins Wasser steigen und die vorbereitenden Maßnahmen zur Bergung des Autos und der darin befindlichen Person treffen.

Dabei musste behutsam vorgegangen werden. Die Heckscheibe des Fahrzeuges war nämlich geborsten und der leblose Körper der Frau trieb im Fahrzeug am Fahrzeughimmel. Deshalb wurde zunächst ein Hebeballon zur Stabilisierung des Fahrzeuges durch die Taucher angebracht. Danach zogen die Feuerwehrkräfte den Wagen mittels Leinen knapp 200 Meter zur nächstgelegenen Brücke, wo der Pkw schlussendlich mittels Kran des SRF der FF Gratkorn/Markt aus dem Wasser geborgen werden konnte.

Ein anwesender Arzt der Marktgemeinde Frohnleiten konnte danach nur mehr den Tod der Frau feststellen. Die Polizei vermutet, dass die Frau beim Abwärtsfahren aus der Hausausfahrt Gas- und Bremspedal verwechselt haben dürfte, weshalb es zu diesem tragischen Ereignis gekommen war.

Bezirks-Feuerwehrverband Graz-Umgebung

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