Deutschland: Der Rauchmelder und ein Retter aus der Nachbarschaft

ERKRATH (DEUTSCHLAND): Am späten Donnerstagabend des 19.02.2015 kam es gegen 21.55 Uhr zu einem Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus im Erkrather Ortsteil Hochdahl. Zu dieser Zeit wurde ein 27-jähriger Hausbewohner, beruflich Beamter der Feuerwehr in Düsseldorf, aufmerksam auf das laute Geräusch eines ausgelösten Rauchmelders in der Wohnung einer 77-jährigen Nachbarin.

Als die Seniorin auf lautes Klopfen und wiederholtes Klingeln des aufmerksamen Zeugen an der Wohnungstüre nicht reagierte, verschaffte sich der Hochdahler gewaltsam Zugang zur Wohnung seiner Nachbarin. In der allgemein verrauchten Wohnung fand der Mann eine stark qualmende Mikrowelle in der Küche. Kurzentschlossen trug der 27-Jährige das defekte Küchengerät in den Garten der Erdgeschosswohnung. Anschließend suchte und fand er die schlafende 77-Jährige im bereits ebenfalls verrauchten Schlafzimmer der Wohnung. Der Retter trug die nicht ansprechbare Rentnerin aus der Wohnung und übergab sie an den alarmierten und schnell eintreffenden Rettungsdienst der Feuerwehr Erkrath. Der eingesetzte Notarzt attestierte sowohl der 77-jährigen Seniorin, als auch ihrem 27-jährigen Retter eine Rauchgasvergiftung. Beide wurden deshalb mit einem Rettungswagen, zur weiteren ärztlichen Behandlung und Beobachtung, der UNI-Klinik Düsseldorf zugeführt. Die Erkrather Feuerwehr lüftete die verrauchte Wohnung. Löscharbeiten waren nicht mehr erforderlich. Die weitere Sicherung der Wohnung übernahm eine Angehörige der 77-jährigen Hochdahlerin.

Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen war mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt an der Mikrowelle Ursache für das Unglück. Der durch den Brand des Küchengerätes und an Teilen der Küchenmöbel, aber auch durch Rauch und Russ in der gesamten Wohnung entstandene Sachschaden, beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 5.000,- Euro. Gebäudeschaden entstand nicht.

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