Stmk: Abschnitts-Einsatzübung im Landhof Steinbäck in Pirkhof

PIRKHOF (STMK): “Küchenbrand mit mehreren verletzten Personen beim Landhof Steinbäck in Pirkhof” – so lautete die Erstalarmierung der Feuerwehr Pirkhof und St. Stefan ob Stainz, am Freitag 13. März 2015, um 19:00 Uhr bei der Abschnittsübung des Abschnittes Oberes Stainztal.

Überhitztes Speiseöl geriet in der Küche in Brand. Der Koch und sein Gehilfe erleiden beim Versuch den Brand zu löschen Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich ca. 15 Gäste und das Personal im Lokal auf. Die Gäste wurden vom Personal ins Freie begleitet, so wie sie es in der Brandschutzschulung gelernt hatten. In der Zwischenzeit wurde von der Chefin, Frau Ingrid Steinbäck, über Notruf die Feuerwehr verständigt.

Gäste noch im Zimmer
Nach der Alarmierung wurden alle belegten Zimmer kontrolliert und festgestellt, dass sich auch noch einige Gäste in ihren Zimmern befinden. Zu drei Gäste war kein Vordringen mehr möglich, da der Gang zu ihren Zimmern stark verraucht war. Zwei weitere Personen befanden sich im Neubautrakt der nicht vom Brand betroffen war. Es handelte sich hierbei um eine hochschwangere Frau, bei der durch die Aufregung die Wehen einsetzten. Die zweite Person war ein älterer Herr, der ebenfalls durch die Aufregung gestürzt war und sich dabei unbestimmten Grades verletzte.

Verstärkung rückt nach
Die beiden alarmierten Feuerwehren Pirkhof und St. Stefan machten sich sofort auf den Weg zum Übungsort. Das Tanklöschfahrzeug und der LKW-A Pirkhof trafen als erste am Übungsort ein. Der Übungseinsatzleiter, BM Hans-Peter Schirak von der FF Pirkhof, erkundete sofort die Lage und holte Informationen ein. Nach der Beurteilung der Lage wurde an die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges der Befehl „Menschenrettung mit schweren Atemschutz“ erteilt. Die Mannschaft des LKW-A wurde mit der Errichtung der Einsatzleitstelle beauftragt. In der Zwischenzeit traf auch die FF St. Stefan mit dem Tanklöschfahrzeug, dem LFB-A sowie dem Mannschaftstransportfahrzeug ein. Sie stellten den Atemschutz Reservetrupp und begannen mit der Errichtung der Wasserversorgung vom nahen Fischteich beim Anwesen Deutschmann.

Die während der Anfahrt nachalarmierten Kräfte der FF Rossegg unterstützten die Mannschaft des LFB-A St.Stefan beim Aufbau der Zubringerleitung und der Atemschutztrupp vom Rüstlöschfahrzeug begann mit der Personenrettung aus dem verrauchten Obergeschoss. Die mitalarmierte FF Blumegg-Teipl rückte mit TLFA 1000 und MTF zur Übung ab, die Mannschaft stellte ebenfalls einen ATS-Trupp zur Menschenrettung aus dem verrauchten Obergeschoss. Während der Übung wurde eine weitere Schadenslage entdeckt. In der Garage wurden der Sohn und dessen Freund, bei Reparaturarbeiten, unter einem Fahrzeug eingeklemmt. Somit wurde bei der Übungseinsatzsofortmeldung an Florian Deutschlandsberg von der Übungseinsatzleitung ein Abschnittsalarm angeordnet, sowie das Rote und Grüne Kreuz angefordert. Die eintreffenden Wehren wurden anschließend in das Übungsgeschehen eingebunden. So bekam die Mannschaft der FF Stainz den Befehl, eine Personenrettung aus dem Obergeschoss des nicht verrauchten Teiles des Gebäudes durchzuführen. Unterstützt wurden sie von der Mannschaft des TLF-A 2000 und BLF Wald bei Stainz.

Personenrettung
TLF-A 3000 und LFB-A Gundersdorf erhielten den Auftrag die eingeklemmten Personen in der Garage zu retten. Die Mannschaft vom TLF 500 und MTF Ettendorf stellten einen ATS-Trupp und unterstützten die Kräfte der FF Gundersdorf. Die Mannschaft des TLF-A 1000 Stallhof führte einen Außenangriff durch. Da der Landhof im Kreuzungsbereich der B76 und L341 liegt, wurde besonderes Augenmerk auf die Verkehrssicherheit durch die Verkehrsregelung gelegt, hierbei waren alle eingesetzten Wehren gefordert. Um eine optimale Versorgung der Verletzten sicher zu stellen wurde ein Sanitätsplatz eingerichtet. Auf diesen Platz erfolgte die Erstversorgung der verletzten Personen, um sie für den weiteren Transport in die Krankenhäuser vorzubereiten.

Um ca. 20:15 Uhr konnte vom Übungseinsatzleiter „Brand aus, zum Abmarsch fertig!“, gegeben werden.
Neun Feuerwehren, das Rote Kreuz und das Grüne Kreuz, mit insgesamt 120 Einsatzkräften und 22 Einsatzfahrzeugen übten gemeinsam diese Szenarien.

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