Nö: Privatperson springt in die eiskalte Schwechat und rettet Unfalllenker

MARIA LANZENDORF (NÖ): Am 2. April 2015 um 9.36 Uhr wurde die Feuerwehr Maria Lanzendorf mittels Sirene zu einer Menschenrettung nach einem Verkehrsunfall auf der B15 zwischen den Kreisverkehren Achau und Himberg alarmiert.

Auf Grund des Meldebildes "Menschenrettung" wurde von der Abschnittsalarmzentrale Schwechat sofort die Alarmstufe 2 für technische Einsätze ausgerufen. Somit wurden dem Alarmplan entsprechend gleichzeitig noch die Feuerwehren Lanzendorf und Leopoldsdorf, sowie auf Grund einer unklaren Unfallortmeldung zusätzlich noch die Feuerwehr Achau mit alarmiert.

Bei der Ankunft der Feuerwehr Maria Lanzendorf wurde sofort durch den Einsatzleiter die Schadenslage erkundet. Es zeigte sich, dass zwei beschädigte Fahrzeuge auf bzw. neben der Fahrbahn, sowie ein weiteres Fahrzeug, welches im Schwechatbach bereits fast zur Gänze versunken war, an dem Unfallszenario beteiligt waren. In den beiden am Straßenkörper befindlichen Fahrzeugen waren keine Personen eingeschlossen. Der Fahrer des versunkenen Fahrzeuges war bereits durch eine Privatperson gerettet worden, die in bemerkenswerter Zivilcourage selbtslos in den eiskalten Schwechatbach gesprungen war.

Sofort wurde der verletzte Lenker dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben, der sofort mit der Versorgung und Stabilisierung des Patienten begonnen hat. Auch der völlig nasse Retter musste wegen der Gefahr einer Unterkühlung vom Rettungsdienst betreut werden. In der Zwischenzeit wurden das Unterholz am Bachdamm, sowie zwei Gitterzäune entfernt. Nach der Stabilisierung durch den Rettungsdienst wurde der Verletzte mittels Schleifkorbtrage durch die Feuerwehr durch das Unterholz zum Rettungswaagen gebracht.

Zeitgleich wurden die zwei anderen nicht beschädigten Fahrzeuge durch die Feuerwehr Achau aus dem Straßengraben geborgen. Es wurde eine schwimmende Ölsperre flussabwärts nach dem Fahrzeug mittels Schwimmkörper im Wasser hergestellt, um bei der nachfolgenden Bergung mögliche, auslaufende Betriebsmittel auffangen zu können. Für die Bergung des Fahrzeuges wurde die Feuerwehr Mödling mit dem Kranfahrzeug des NÖLFV (LIEBHERR LTM 1070) nachalarmiert.

Das Kranfahrzeug konnte das schwer beschädigte Fahrzeug aus dem Wasser bergen und auf das Wechselladefahrzeug der Feuerwehr Lanzendorf verladen. Das Unfallfahrzeug wurde am Bauhof gesichert abgestellt. Nach dem Abbau der Ölsperre und einer grober Reinigung der Gerätschaften konnten die Einsatzkräfte nach ca. 2,5 Stunden wieder einsatzbereit einrücken.

Ein Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für die hervorragende und reibungslose Zusammenarbeit. Aber größter Dank und Anerkennung gilt jener Person, die trotz widrigster Wetterverhältnisse (Kälte, Sturm) und eiskaltem Wasser Zivilcourage gezeigt und den Lenker aus seiner lebensbedrohlichen Lage gerettet hat!

FF Maria Lanzendorf

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