Nö: Unfall mit Lkw und Pkw in Tulln: Teilabschnitt der S5 vorübergehend wegen Explosionsgefahr gesperrt

Aus bislang ungeklärter Ursache hat ein nachfolgender 20-jähriger Lenker eines Ford Fiestas bei Straßenkilometer 5.0 die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und touchierte dabei das Heck des Lkw. In weiterer Folge geriet auch dieser Kleinwagen außer Kontrolle. Beide Fahrzeuge kamen von der Fahrbahn ab, durchbrachen den Wildschutzzaun und stürzten in das angrenzende Augebiet.

Gasgeruch
Beim Eintreffen des erst vor weniger als 24 Stunden offiziell in Dienst gestellten Vorausrüstfahrzeuges an der Unfallstelle wurde durch die Besatzung Gasgeruch wahrgenommen. Daher musste die Einsatzstelle abgesichert, ein Brandschutz aufgebaut und die Gasflaschen aus insgesamt sechs Flaschenbündel auf Beschädigungen und Dichtheit überprüft werden. Seitens der Exekutive wurde ab 14:25 Uhr eine Totalsperre der Richtungsfahrbahn Wien zwischen Tulln und dem Knoten Stockerau veranlasst.
Beide Fahrer wurden nur leicht verletzt und konnten ihre Fahrzeuge selbstständig verlassen. Der Rettungsdienst brachte sie nach der Erstversorgung zur Kontrolle ins Landesklinikum Korneuburg.
Der Ford Fiesta wurde mit dem Kran des Wechselladefahrzeuges geborgen, aufgeladen und zur Tullner Markenwerkstätte transportiert.

Gasflaschen händisch umgeladen
Nachdem die 86 Gasflaschen von Hand auf ein Ersatzfahrzeug umgeladen, die Kardanwelle entfernt und die Bremsen gelöst waren wurde der zweiachsige Lastkraftwagen mit einer Bergeseilwinde aufgerichtet und in weiterer Folge mittels Kran geborgen. Anschließend erfolgte der Abtransport mittels LKW-Abschleppbrille zum Firmenstandort, wo das Fahrzeug gesichert abgestellt werden konnte.
Abschließend unterstützte die Feuerwehr die Autobahnmeisterei der ASFINAG durch Beistellung eines Tanklöschfahrzeuges zur Fahrbahnreinigung. Durch die erforderliche Sperre des Autobahnabschnittes kam es zu erheblichen Behinderungen. Um 17:13 Uhr waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr Tulln wieder im Feuerwehrhaus eingerückt.  

 
Eingesetzt waren:

  • Freiw. Feuerwehr Tulln-Stadt mit Vorausrüstfzg., Tanklöschfzg. 3, Kranfzg., Versorgungsfzg. und 22 Mitgliedern
  • Autobahnpolizei Stockerau
  • Gefahrgutkundige Organe der Landesverkehrsabteilung
  • Rotes Kreuz Tulln mit zwei Rettungstransportwagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug
  • Rotes Kreuz Ernstbrunn mit einem Rettungstransportwagen
  • Autobahnmeisterei der ASFINAG

Freiw. Feuerwehr der Stadt Tulln

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.