Nö: Kräfteraubender Silobrand in einem Kremser Gewerbebetrieb (+Video)

An der Einsatzstelle wurde festgestellt, dass der Silo mit etwa 30 m³ Hackschnitzel befüllt war und diese an der Oberfläche in Vollbrand standen. Da die Ausbreitungsgefahr gering war, wurde entschieden, den Inhalt brennen zu lassen und den Silo händisch, geschützt mit Atemschutzgeräten, auszuräumen.

Um den Aufwand möglichst gering zu halten, wurden Container von der Firma Brantner sowie ein Raddumper von der Firma Cramo an die Einsatzstelle beordert. Von der benachbarten Straßenmeisterei wurden Scheibtruhen ausgeliehen. Da sich der Silo inmitten der Tischlerei befindet, galt es das Schüttgut die ersten Meter mit Schaufel und Scheibtruhen zu manipulieren, ehe es maschinell mit dem Raddumper in die Entsorgecontainer gebracht wurde.

Zur Ablöse wurden um 15.00 Uhr die Feuerwachen Angern, Rehberg und Thallern alarmiert. Die 36 Atemschutzgeräteträger gingen mehrmals in den Einsatz und leisteten harte körperliche Arbeit, laufend kam es zu Rückzündungen des Holzstaubes, und durch den Brand herrschten hohe Temperaturen im Inneren des Silos. In Summe wurden 22 Atemschutztrupps in den Silo entsendet. Zur Sicherheit stand während der Arbeiten ein Rettungstransportwagen des Roten Kreuz Krems mit zwei Sanitätern in Bereitstellung.

Gegen 18.30 Uhr konnte endgültig Brandaus gegeben werden. Die Einsatzkräfte rückten in die Feuerwachen ein und begannen die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der Reinigungsarbeiten. So müssen alle eingesetzten Atemschutzgeräte gereinigt und geprüft, die Schutzbekleidungen gereinigt werden, um den Kremser Feuerwehrmitgliedern einen sicheren Einsatz zu ermöglichen.

Die Freiwillige Feuerwehr Krems stand mit sechs Feuerwachen, 60 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen im Einsatz.


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