Nö: Großeinsatz bei Feuer am Schießstand in Leobersdorf

Schon beim Ausrücken war die schwarze Rauchsäule zu sehen. Aus diesem Grund ließ der Einsatzleiter schon auf der Anfahrt die Alarmstufe erhöhen und die weiteren Feuerwehren Hirtenberg, Enzesfeld, Kottingbrunn und Bad Vöslau mit Atemluftfahrzeug, Drehleiter und Großtanklöschfahrzeug alarmieren. Beim Eintreffen wurde der Einsatzleiter von anwesenden Mitarbeitern über die aktuelle Lage informiert. Erste Löschversuche der Mitarbeiter mit einem fahrbaren Feuerlöscher blieben erfolglos.

Nur zehn Minuten nach der Alarmierung wurde unter Atemschutz ein Innenangriff Richtung Schießstand gestartet. Die Löscharbeiten gestalteten sich im ersten Moment durch die enorme Rauchentwicklung der brennenden Dämmstoffe schwierig. Besondere Vorsicht war geboten, da sich der erste Angriffstrupp unter Nullsicht und enormer Hitzentwicklung Richtung Brandherd vorkämpfen musste, wobei zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Munition oder Munitionsteile im Gebäude befinden. Von den weiteren eintreffenden Tank- und Rüstlöschfahrzeugen wurde die Wasserversorgung sichergestellt und weitere Atemschutztrupps gestellt.

Parallel dazu wurde ein Außenangriff gestartet und ein eigener Einsatzabschnitt am Dach gebildet, da auch hier bereits der Brand übergegriffen hat. Die Dachverkleidung wurde teilweise unter Atemschutz mittels Rettungssägen sowie Trennschleifern geöffnet, damit auch der Löschangriff über das Dach die gewünschte Wirkung erzielte. Aufgrund der Größe des Brandraumes sowie des verwinkelten Zugangs, wurden ebenfalls drei Druckbelüfter in Stellung gebracht, um die Sichtverhältnisse für die eingesetzten Trupps im Innenangriff zu erleichtern.

Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte, musste – um zu den weiteren Glutnestern zu gelangen – die aus Holz bestehende Innenverkleidung sowie die Dämmstoffe manuell entfernt werden. Durch die hochsommerlichen Außentemperaturen und die Arbeiten mit schweren Geräten wurde gegen 16:30 Uhr entschieden, noch weitere Atemschutztrupps über die BAZ Baden anzufordern, worauf die Feuerwehren Günselsdorf und St. Veit alarmiert wurden. Zusätzlich zum anwesenden Atemluftfahrzeug Bad Vöslau wurde dann auch noch das Wechselladefahrzeug mit Atemschutzcontainer aus Baden Weikersdorf angefordert.

Zum Abschluss der Arbeiten wurde der Schießkanal mit Schaum geflutet, um auch die letzten Glutnester zu ersticken.
Insgesamt standen bei diesem Einsatz inkl. Rettung und Polizei 154 Mann/Frau mit 37 Fahrzeugen im Einsatz. Dabei kamen insgesamt 21 Atemschutztrupps zum Einsatz.

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