Oö: Personenrettungsseminar → einzigartig in Oberösterreich

Das Thema Personenrettung aus verschiedenen Zwangslagen, ist ein stets Präsentes für die 81 Feuerwehren des Bezirkes Braunau. Dies nahmen BFA Dr. Michael Niedermair und HAW Simon Riffert mit ihrem Ausbilder-Team zum Anlass, um am Freitag, den 6. September 2019, ein Seminar zum Thema Personenrettung zu organisieren. 37 TeilnehmerInnen vieler Feuerwehren aus dem ganzen Bezirk sowie 15 Rettungssanitäter und 5 Notärzte übten bei drei Einzelstationen sowie einer gemeinsamen Abschlussübung für den Ernstfall.

Unter besonders realistischen Bedingungen in der Schottergrube (Gemeinde Burgkirchen) der Firma Lindlbauer mussten die Helfer folgende, äußerst fordernde Szenen, unter strenger Aufsicht von geschulten Beobachtern aller anwesenden Einsatzorganisationen abarbeiten:

  • Station 1: „PKW gegen Merlo, Person gepfählt und eingeklemmt“
  • Station 2: „Mehrere Personen unter Baumstämmen eingeklemmt“
  • Station 3: „Mehrere Personen unter Laderschaufel verschüttet und eingeschlossen“
  • Station 4 (Zugsübung): „Schwerer Verkehrsunfall in einem Baustellenbereich mit mehreren eingeklemmten und Verletzten“

Äußerst realistisch geschminkt durch das Team der „Realistischen Unfalldarstellung“ der Rot Kreuz Ortsstelle Braunau unter der Leitung von Dr. Christine Holzmann, waren elf Mitglieder der FF Mauerkirchen dafür verantwortlich, als Opferdarsteller für besonders einsatznahe Bedingungen zu sorgen.

Neben der patientengerechten Unfallrettung war ein Hauptziel der Übung, die Kommunikation zwischen Feuerwehren und Rettungsdienst sowie den Notärzten zu optimieren. Besonders erschwerend kam hinzu, dass ab der zweiten Station Dunkelheit herrschte, was umfangreiche Beleuchtungsarbeiten notwendig machte.

Besonders gewinnbringend war die Zusammenarbeit mit den Notärzten des NEF-Teams Braunau aber auch mit unserem Landes-Feuerwehrarzt Dr. Clemens Novak, welcher selbst auf allen Stationen als Notarzt mitwirkte.

Ein besonderer Dank gilt den Firmen Erdbau und Transporte Lindlbauer aus Mauerkirchen und Landmaschinentechnik Mauch aus Burgkirchen für die zur Verfügung Stellung der Schottergrube und der nötigen Geräte für die Vorbereitung der Szenarien.
Das Rote Kreuz nahm neben dem RUD-Team mit vier Notärzten, 15 RettungssanitäterInnen, 2 Beobachtern und 4 Rettungsfahrzeugen an der Übung teil.
Die FF Braunau stellte das „LAST 2“ als SRF mit sämtlichen technischen Gerätschaften zur Verfügung.

Abschließend konnte bei der Nachbesprechung festgestellt werden, dass mit fortschreiten des Seminars, die Zusammenarbeit aller Beteiligten noch intensiver und professioneller wurde. BR Johann Treiblmaier zollte den Anwesenden höchsten Respekt für die Großteils schweißtreibende und intensive Übungsarbeit.

Bezirks-Feuerwehrkommando Braunau

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