D: Zimmerbrand in Iserlohn erfasst ganzes Haus → 6 Leichtverletzte, 1 lebensbedrohlich

ISERLOHN (DEUTSCHLAND): Gegen 23:30 Uhr des 1. Dezember 2019 kam es in Iserlohn zu einem Brand einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Hauses am Kurt-Schumacher-Ring 20. Der verletzte Wohnungsinhaber saß bei Eintreffen der Polizei und Feuerwehr auf der Straße.

Die Feuerwehr musste die offenen Flammen in der Wohnung bekämpfen. Im Laufe der Nacht breitete sich der Brand auf das gesamte Haus aus und die umliegenden Wohnhäuser wurden ebenso wie das brennende Haus evakuiert. Bewohner der Häuser des angrenzenden Südengrabens wurden ebenfalls evakuiert und anfänglich in Bussen der MVG untergebracht. Das Ordnungsamt nahm sich der Personen vor Ort an.

Bis in die Morgenstunden dauern die Löscharbeiten des Hauses an. Mit Stand 05:00 Uhr wurden bisher sieben Personen (einschließlich des Wohnungsinhabers) leicht verletzt. Darunter auch drei Feuerwehrleute. Der Kurt-Schumacher-Ring bleibt für die Dauer der Löscharbeiten der Feuerwehr ab der Brüninghauskreuzung und An der Schlacht gesperrt. Zur Brandursache und Höhe des Sachschadens können zur Zeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen dauern an.


Bericht der FF Menden

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde die Feuerwehr Menden zur überörtlichen Hilfe in die Iserlohner Altstadt alarmiert. Hier war ein Wohn- und Geschäftsgebäude in Brand geraten. Die Feuerwehr Iserlohn befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit allen verfügbaren Kräften seit ca. 3 Stunden im Einsatz.

Umgehend rückten vier Fahrzeuge mit fast 30 Mendener Einsatzkräften aus, welche vor Ort die Iserlohner Kameraden ablösten.

Die Feuerwehr Menden übernahm mehrere Einsatzabschnitte und setzte unter anderem mehrere Atemschutztrupps über eine Drehleiter und eine Teleskopmastbühne, ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr Dortmund, ein. Erst nach fast 10 Stunden konnten die Hönnestädter ihren Einsatz beenden und die Heimreise antreten.

Bericht der Feuerwehr Iserlohn

In der Nacht von Sonntag auf Montag, um 23:32 Uhr, wurde die Feuerwehr Iserlohn zu einem Brand in die Straße Kurt-Schumacher-Ring alarmiert. Anwohner meldeten ein Feuer im 1. Obergeschoss. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vom Löschzug der Berufsfeuerwehr Iserlohn drang bereits massiv Rauch aus der betroffenen Wohnung, aus drei Fenstern schlugen Flammen nach außen.

Vor dem Gebäude standen zum Teil verletzte Bewohner, die umgehend vom Rettungsdienst versorgt wurden. Kurz darauf stand die betroffene Wohnung im Vollbrand. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Menschenrettung in das Brandobjekt vor. Weitere Rettungswege wurden in Form von tragbaren Leitern im rückwärtigen und durch eine Drehleiter im vorderen Bereich sichergestellt. Eine Person wurde über tragbare Leitern aus dem Gebäude gerettet.


Mit dem Einsatzstichwort “Feuer 1” war der Einsatz zunächst eröffnet und in kürzeren Abständen auf “Feuer 2” und “Feuer 3” erhöht worden. Zudem wurde auf ManV 10 “Massenanfall von Verletzten” erhöht, um zügig viele und geeignete Rettungsmittel an die Einsatzstelle zu bekommen. Eine Person wurde lebensbedrohlich und acht weitere Personen leicht verletzt, darunter zwei Einsatzkräfte.

In einem hinzugerufenen Linienbus wurden im Einsatzverlauf 39 weitere Bewohner aus verschiedenen, bereits geräumten Objekten betreut. Aufgrund des Vollbrandes im 1. Obergeschoss schlugen die Flammen bis in das 2. und 3. Obergeschoss des Brandobjektes. Die enge Bebauung ließ einen weiteren Einsatz über eine Drehleiter im hinteren Bereich nicht zu und eine Riegelstellung “das Halten benachbarter Gebäude”, wurde somit erschwert. Mehrere Trupps mussten sich durch Häuser und Wohnungen von der Straße “Am Südengraben” Zutritt verschaffen, um Löschmaßnahmen von der Rückseite vornehmen zu können.

Im weiteren Verlauf wurde auf “Feuer 4” erhöht. In Absprache mit dem Einsatzleiter Jörg Döring und Kreisbrandmeister Michael Kling, kamen jeweils ein Löschzug aus Menden und Hemer, ein Gerätewagen Atemschutz aus Lüdenscheid, eine Drehleiter aus Hagen und ein 54m- Teleskopmast aus Dortmund am Kurt-Schumacher-Ring zum Einsatz. Zwischenzeitlich wurden sieben C-Rohre und drei Wenderohre parallel eingesetzt. Das Deutsche Rote Kreuz war mit Rettungsmitteln und Einsatzverpflegung an der Einsatzstelle.

Nach Inaugenscheinnahme durch eine Statikerin und das Bauordnungsamt wurde festgestellt, dass ein Teil des Brandobjekts einsturzgefährdet ist und somit der Kurt-Schumacher-Ring bis auf weiteres für den Straßenverkehr gesperrt bleibt. Die erforderlichen Nachlöscharbeiten wurden durch die beeinträchtigte Statik erschwert. Der Einsatz mit rund 200 Einsatzkräften der Feuerwehr und Rettungsdienst konnte um 17:15 Uhr beendet werden.


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