Oö: Massiver Brand im Inneren einer Gewerbehalle in Linz

LINZ (OÖ): Durch die automatische Brandmeldeanlage wurde um 13.27 Uhr des 22. Jänner 2020 die Berufsfeuerwehr Linz zu einem Brand in die Gaisbergerstraße gerufen. Bereits auf der Anfahrt war im Bereich des Brandobjektes eine starke Rauchentwicklung wahrnehmbar, wodurch sehr frühzeitig weitere Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie das Spezialgerät „Löschunterstützungsfahrzeug“ hinzugezogen werden konnten.

Beim Eintreffen war ein massiver Brand im Halleninneren zu erkunden. Die ebenfalls alarmierte Betriebsfeuerwehr voest Alpine führte bereits erste Löschmaßnahmen durch ein geöffnetes Tor durch. Parallel dazu wurden seitens der Berufsfeuerwehr zwei weitere Löschleitungen unter Atemschutz vorgenommen als auch Vorbereitungen für den Einsatz des Löschunterstützungsfahrzeuges getroffen.

Nur Außenangriff

Da zu diesem Zeitpunkt nicht klar war in wie weit die Hallenkonstruktion (Stahlbau) bereits in Mitleidenschaft gezogen worden ist, da die Temperaturen im Deckenbereich einerseits außerordentlich hoch waren und andererseits die Hallendachentlüftungen bereits weggeschmolzen waren, wurden die Löscharbeiten ausschließlich im Außenangriff durchgeführt. Über mobile Wasserwerfer und Löschleitungen wurde einerseits ein im Brandraum befindlicher Dieselbehälter sowie diverse Gasflaschen gekühlt. Um die Belüftung zu gewährleisten, erfolgten Fensteröffnungen mittels Einreißhaken. Das Wenderohr der Drehleiter wurde in Stellung gebracht, um ein Durchbrechen des Feuers im Dachbereich weitestgehend zu minimieren.

Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) im Inneren eingesetzt

Um die Deckentemperaturen zu senken und die Stahlkonstruktion thermisch zu entlasten, wurde mit dem ferngesteuerten Löschunterstützungsfahrzeug die Decke gekühlt und mittels zwei B-Zubringleitungen (ca. 1.800 Liter Wasser/Minute) ein Löschangriff im inneren mittels Fernbedienung durchgeführt. Diese so zeitig in Einsatz gebrachte Maßnahme rettete die Hallendachkonstruktion vor dem Einsturz. Daraufhin stand dem Löschangriff mittels mehrerer Löschleitungen im Innenangriff zur Brandbekämpfung nichts mehr im Wege. Parallel dazu erfolgte die Entrauchung mittels mobilen Tunnellüfter (TLA). Im weiteren Laufe stellte sich sehr schnell ein Löscherfolg ein. Die Nachlöscharbeiten, Belüftung der angrenzenden Gebäude und Öffnung der Dachhaut beschäftigen die Einsatzkräfte noch BTF LinzAG noch einige Zeit. Nach ca. 5 Stunden konnte das Objekt dem Betreiber übergeben werden.

Seitens des Betreibers wird eine Brandwache gestellt. Gemeinsam mit der Betriebsfeuerwehr LinzAG sowie der Betriebsfeuerwehr voestAlpine konnte dieser Einsatz perfekt abgewickelt werden.

Hydrauliköl sorgte für Brandintensität

Der Austritt von sehr viel Hydrauliköl und ca. 450 Liter Diesel hat in sehr kurzer Zeit eine immense Brandintensität entwickelt die es in der Erstphase schnellstmöglich zu unterbinden galt um einen Einsturz des Gebäudes zu verhindern. Der frühzeitige Einsatz des für Tunneleinsätze konzipierten Löschunterstützungsfahrzeuges hat die Dachkonstruktion gekühlt und einen Einsturz unterbunden.

Berufsfeuerwehr Linz

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