D: THW-Pumpeinsatz nach unterspülter Brücke an der B192

WARIN (DEUTSCHLAND): In Warin im Landkreis Nordwestmecklenburg sichern seit dem Morgen des 23. Juli 2020 20 Helferinnen und Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) an der Bundesstraße 192 eine Brücke sowie angrenzende Gebäude.

Ein Bauteil an der Schleuse hatte dem Druck des Wassers nicht standgehalten. Das Wasser strömte seitdem nicht mehr über den Flusslauf, sondern umspülte das Fundament des Brückenbauwerkes. Dabei drückte sich Wasser auch an das historische Gebäude der Mühle, sodass hier ebenfalls eine Gefahr durch Unterspülung bestand. Nachdem noch in der Nacht die Feuerwehr einen provisorischen Wehr vor dem defekten Brückenteil errichtet hatte, kamen am Morgen die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerk zum Einsatz. Bereits in der Nacht war das THW mit einem Fachberater zur Lageeinschätzung vor Ort. Eine beauftragte Baufirma errichtete zunächst einige hundert Meter vor der Brücke einen Wehr, um den Wasserstand vor der Brücke zu senken und gleichzeitig die Strömungsgeschwindigkeit zu verringern.

Mit mehreren Pumpen leiten die Helferinnen und Helfer der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen aus den Ortsverbänden Wismar und Schwerin das mit einem zweiten Wehr angestaute Wasser mit Schläuchen über die Brücke hinweg in den ursprünglichen Flusslauf zurück. Die sieben Pumpen fördern jeweils zwischen 3000 bis 5000 Liter pro Minute. Durch diese Maßnahmen wird das Fundament der Brücke und der angrenzenden Gebäude trocken gehalten. Baufirmen werden im Laufe des Einsatzes Rohre einbringen, um das Wasser wieder in den vorgesehenen Ablauf leiten zu können.

Nach bisheriger Einschätzung wird der Einsatz bis in den Abend des heutigen Tages hinein andauern.

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