D: Pkw-Lenker bedrängen Einsatzkräfte bei Müllbrand in Heiligenhaus

HEILIGENHAUS (DEUTSCHLAND): Am Dienstag, dem 15. September 2020, brannten am ehemaligen Kindergarten in der Oberilp erneut Mülltonnen. Menschen kamen nicht zu Schaden, jedoch wurden die Fahrerin eines Löschfahrzeuges und weitere Einsatzkräfte durch mehrere Pkw bedrängt.

Am Dienstag, den 15. September schrillten um 20:51 Uhr die Meldeempfänger der Feuerwehr Heiligenhaus. An der Rhönstraße hatten mehrere Anwohner die Feuerwehr gerufen, Flammen seien im Wald oder am Kindergarten zu sehen. Tatsächlich gingen auf dem Hinterhof des ehemaligen Kindergartens zwei Papiercontainer in Flammen auf.

Gestikulierend Löschfahrzeug “vor sich her gedrängt”

Bei Rangierarbeiten wurde die Fahrerin eines 16 Tonnen schweren Löschfahrzeuges vom Fahrer eines zivilen Pkw bedrängt. Das Löschfahrzeug musste die Rhönstraße rückwärts an die Zufahrt rangiert werden. Währenddessen fuhr der Pkw-Fahrer vom Europaplatz kommend dicht an die Front des Löschfahrzeuges, gestikulierte hektisch und schob dieses sinnbildlich vor sich her. “Er ignorierte den Einsatz völlig”, berichtet Wehrleiter Nils Vollmar. “Wir rechnen eigentlich mit dem gesunden Menschenverstand. Wo wir mit Blaulicht stehen, gibt es einen Notfall – Zeit für Diskussionen haben wir dann einfach nicht.”

Da durch die Rhönstraße derzeit eine Umleitung für die Baustelle am Oberilper Kreisverkehr führt, kam der Verkehr kurz zum Erliegen. “Die oberste Priorität lag darauf, dass der Brand nicht auf das Gebäude übergriff”, erklärt Vollmar.

Diese erste Phase konnten weitere Autofahrer nicht abwarten und bahnten sich während der Aufbauphase ihren Weg über den Bürgersteig, dicht vorbei an den Einsatzfahrzeugen und -kräften der Feuerwehr. “Kurze Zeit später haben wir die Straße komplett gesperrt – zu gefährlich.”

Gegen 22:00 Uhr stand auch das letzte Fahrzeug wieder in der Feuerwache – fertig ausgerüstet für den nächsten Einsatz. Im Einsatz waren 30 Kräfte der Feuerwehr sowie 4 Kräfte des Rettungsdienstes aus Velbert.

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