Bayern: Betriebsunfall in Rehaklinik – Chlorgas freigesetzt – Zehn Personen verletzt

BAD KISSINGEN (BAYERN): Bei einem Betriebsunfall in einer Rehaklinik ist am Freitagvormittag, 16. Oktober 2020, offenbar Chlorgas freigesetzt worden. Mindestens zehn Personen wurden verletzt und vom Rettungsdienst in ein anderes Krankenhaus gebracht. Die gesamte Klink musste vorsorglich geräumt werden. Mehr als 100 Personen waren von der Räumungsmaßnahme betroffen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Poikuteu hatte ein Klinik-Mitarbeiter gegen 09.30 Uhr im Technikraum Arbeiten mit verschiedenen Chemikalien durchgeführt. Offenbar kam es dabei zu einer chemischen Reaktion, wodurch Chlorgas freigesetzt wurde. Durch die rasche Verbreitung wurden mindestens neun Klinik-Mitarbeiter und ein 59-jähriger Patient verletzt, die das giftige Gas eingeatmet hatten. Die Verletzungen der Personen sind dem Sachstand nach leicht bis mittelschwer. Alle wurden vom Rettungsdienst versorgt und vorsorglich in ein anderes Krankenhaus verlegt.

Die Ermittlungen hinsichtlich des genauen Unfallhergangs werden von der Polizeiinspektion Bad Kissingen geführt. In die Ermittlungen ist auch das Gewerbeaufsichtsamt mit eingebunden. Geprüft wird unter anderem, ob bei der Durchführung der Arbeiten sämtliche Unfallverhütungsvorschriften eingehalten worden waren. Im Einsatz befanden sich zudem ein Großaufgebot der örtlichen Feuerwehren aus Bad Kissingen, Garitz und Reiterswiesen. Der Rettungsdienst war mit sechs Fahrzeugen und einem Notarzt am Unfallort. Auch der Klinikbetrieb konnte rasch wieder aufgenommen werden.

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