Feuer und Flamme, Staffel 4 → Interview mit Simon Heußen, Leiter der Feuerwehr Bochum

Anlässlich der bevorstehenden Ausstrahlung der Staffel 4 von “Feuer und Flamme” Anfang Mai 2011 (siehe Artikel 4. Staffel von “Feuer und Flamme” zeigt Feuerwehralltag während Corona-Pandemie: Start am 3. Mai 2021) führte der WDR ein Interview mit Simon Heußen, dem Leiter der Feuerwehr Bochum.

Was bedeutet die Corona-Pandemie für Ihre tägliche Arbeit?

Simon Heußen: „Natürlich hat auch für uns als Feuerwehr Bochum die Corona-Pandemie viele Veränderungen und Erschwernisse mit sich gebracht. Das geht los mit einem erhöhten Schutz zum Beispiel durch FFP2-Masken bei allen Einsätzen, insbesondere im Rettungsdienst, aber macht sich natürlich auch im täglichen Leben auf der Feuerwache bemerkbar. Das sonst so typische gesellige Miteinander auf der Wache leidet natürlich enorm unter den notwendigen Abstands- und Hygieneregeln.“

Wie war es für Ihr Team, unter diesen Bedingungen ein Kamerateam um sich zu haben?

Simon Heußen: „Auch die Dreharbeiten konnten nur dank eines umfangreichen und durch das Gesundheitsamt genehmigten Hygienekonzepts stattfinden. Somit war eine Infektionsgefahr auf der Feuerwache zwar faktisch ausgeschlossen, gleichzeitig war der sonst so ungezwungene und lockere Umgang zwischen unseren Wachabteilungen und den Kamerateams bei diesen Dreharbeiten nahezu unmöglich. Das war für alle Beteiligten sehr schade. Grundsätzlich hat sich das Produktionsteam wie bei den vorhergehenden Staffeln an die klaren Absprachen darüber gehalten, was möglich ist und was nicht – unsere Arbeit unter Corona-Bedingungen wurde durch die Präsenz des Kamerateams deswegen nicht zusätzlich erschwert oder behindert.“

Großbrände haben Sie während der Dreharbeiten persönlich vor Herausforderungen gestellt. Haben Sie vergleichbare Situationen schon einmal erlebt?

Simon Heußen: „Großbrände sind auch in einer Stadt wie Bochum die absolute Ausnahme im Feuerwehralltag, daher stellt jeder immer wieder eine Herausforderung dar, egal ob als Angriffstrupp am Strahlrohr oder als Einsatzleiter in der Verantwortung für den Einsatzerfolg.

Natürlich habe auch ich schon vorher in beiden Rollen große Brände miterlebt, aber ohne zu viel vorab zu verraten, bei einem Brand hatte ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder echte Sorge um unsere Kollegen, da es ein der Anfangsphase des Einsatzes doch im er wieder zu sehr riskanten Situationen gekommen ist.“

Gibt es seit der letzten Staffel „Feuer & Flamme“ Neuerungen im Team der Feuerwehr Bochum?

Simon Heußen: „Auch in Staffel 4 gibt es wieder einige neue Gesichter vor der Kamera, die über unseren abwechslungsreichen und spannenden Berufsalltag aus verschiedenen Sichtweisen berichten werden. Aber auch technisch hat sich seit Staffel 3 viel verändert bei der Feuerwehr Bochum. Fast alle Fahrzeuge des Löschzuges wurden erneuert, sodass auch die Technikfans unter den Zuschauer einen Einblick in modernste Feuerwehrtechnik erhalten werden.“

Zur Person:

Simon Heußen (41 Jahre) ist schon seit 1991 aktiv in der Feuerwehr Bochum. Er startete mit 12 Jahren in der Jugendfeuerwehr in Altenbochum und ist bis heute auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Nach seinem Studium der Sicherheitstechnik stieg als Führungskraft bei der Feuerwehr ein, leitete verschiedene Abteilungen bei der Berufsfeuerwehr Bochum, bevor er für drei Jahre als stellvertretender Leiter zur Feuerwehr Gelsenkirchen wechselte. Seit 2017 leitet er nun die Feuerwehr seiner Heimatstadt, ist aber auch nach wie vor regelmäßig als Einsatzleiter bei größeren Einsätzen vor Ort.

Siehe dazu auch: 4. Staffel von “Feuer und Flamme” zeigt Feuerwehralltag während Corona-Pandemie: Start am 3. Mai 2021

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