D: Feuerwehr rettet mehrere Personen nach Feuer in einem Altenwohnheim in Bergisch Gladbach

BERGISCH GLADBACH (DEUTSCHLAND): Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde um 11:46 Uhr des 27. März 2021 über Notruf 112 von einer Beschäftigten eines Altenwohnheimes an der Dolmanstraße im Stadtteil Refrath von Bergisch Gladbach informiert, dass es in einem Appartement brennen solle.

Die Leitstelle entsandte umgehend die beiden Feuerwachen 1 und 2, die Löschzüge Refrath, Bensberg und Stadtmitte, den Einsatzführungsdienst (B-Dienst), den Leitungsdienst (A-Dienst, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug an die Einsatzstelle. Bei Eintreffen der ersten Einheit konnte der Vollbrand eines Patientenzimmers bestätigt werden. Die Scheiben an der Rückseite des Gebäudes waren bereits zerborsten. Auf beiden Gebäudeseiten drang dichter Rauch aus den jeweiligen Eingangstüren.

Aufgrund der unklaren Lage in Bezug auf die betroffenen Bewohner, Patienten und Beschäftigten in dem Gebäudekomplett wurde die Alarmstufe erhöht mit dem Zusatz MANV1 (Massenanfall von Verletzen bis 25 Personen). Zusätzlich wurden der Löschzug Paffrath/Hand und weitere Rettungswagen und Notärzte inkl. dem Leitenden Notarzt (LNA) sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL) des Rheinisch-Bergischen Kreises an die Einsatzstelle alarmiert. Neben den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden auch zahlreiche Einsatzmittel der Polizei an die Einsatzstelle entsandt.

Die ersten Einheiten begannen schnell mit der Menschenrettung aus dem erheblichen verrauchten Gebäude. Durch das umsichtige und schnelle Handeln des Personals und der Feuerwehr konnten insgesamt 14 Bewohner ins Freie gerettet werden. Von den 14 geretteten Personen mussten zwei Personen schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. 12 Personen wurden vor Ort durch den Rettungsdienst untersucht und konnten in unverletzt in Mannschaftstransportfahrzeugen der Feuerwehr während des Einsatzes betreut werden. Ein zwischenzeitlich angeforderter Rettungsbus der Feuerwehr Köln wurde nicht mehr an der Einsatzstelle benötigt. Eine Bewohnerin wurde in einem sicheren Teil des Gebäudes von Rettungsdienst und Feuerwehr betreut.

Noch im Verlauf der Menschenrettung konnte parallel mit der Brandbekämpfung im Außen- und Innenangriff begonnen werden. Gegen 12:40 Uhr konnten “alle Wohnungen im Gebäude kontrolliert” sowie “Feuer unter Kontrolle” gemeldet werden.

Die Dolmanstraße musste während des Einsatzes für den Verkehr voll gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um den Stadtteil Refrath. Die Löschgruppe Schildgen und ein Fahrzeug aus dem Standort Herkenrath besetzten die verwaisten Feuerwachen 1 und 2 und sicherten den Grundschutz im Stadtgebiet. Ein zweiter Einsatzführungsdienst wurde in Dienst gestellt. Gegen 12:45 Uhr kam es ebenfalls im Stadtteil Refrath zu einem Paralleleinsatz (Hilfeleistung für den Rettungsdienst).

Im Einsatz waren rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 35 Fahrzeugen. Die Polizei war mit bis zu sieben Fahrzeugen vor Ort. Die Einsatzleitung lag beim Leitungsdienst (A-Dienst) Gerd Haag. Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Die rückwärtige Einsatzstellenkoordination übernahm der stv. Leiter der Feuerwehr, Frank Haag.

Gegen 15 Uhr konnte die Einsatzstelle an die Polizei und die Leitung der Einrichtung übergeben werden. Neben der Brandwohnung ist die gesamte Etage derzeit nicht bewohnbar. Alle Bewohner konnten im Hause anderweitig untergebracht werden.

Gemäß Hygiene- und Schutzkonzept der Feuerwehr wurden im Anschluss an den Einsatz alle Einsatzkräfte einem Corona-Schnelltest unterzogen. Diesmal zeigten 7 Tests ein unklares Ergebnis. Diese Kollegen wurden mit einer alternativen Testmethode nachgetestet – dieser zeigte dann ein negatives Ergebnis.

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