Nö: Großbrand in Müllverarbeitungshalle in Wr. Neustadt
WIENER NEUSTADT (NÖ): Am Abend des 1. Mai 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt durch einen Druckknopfmelder einer Brandmeldeanlage in die Abfallbehandlungsanlage Wiener Neustadt alarmiert. Während das erste Einsatzfahrzeug bereits unterwegs war, trafen weitere Notrufe ein, die eine starke Rauchentwicklung in einer Verarbeitungshalle meldeten. In einer Trocknungsanlage für Restmüll brach aus unbekannter Ursache ein Schwelbrand aus. Während bauliche Brandschutzmaßnahmen die Ausbreitung innerhalb der Halle verhinderten, gestaltete sich die Brandbekämpfung aufgrund der massiven Rauchentwicklung schwierig. Mehrere Dutzend Feuerwehrleute waren bis in die Nachtstunden mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

Während das erste Löschfahrzeug, bereits alarmiert durch die Brandmeldeanlage, noch auf dem Weg zur Einsatzstelle war, meldeten weitere Anrufer über den Feuerwehrnotruf eine Rauchentwicklung in einer Verarbeitungshalle der Wiener Neustädter Abfallbehandlungsanlage. Aufgrund der weiteren Meldungen wurde der diensthabende Zug alarmiert und weitere Einsatzkräfte wurden entsendet.
Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs traten bereits dichte Rauchschwaden aus der Anlage. In einer Restmüll verarbeitenden Anlage kam es aus derzeit unbekannter Ursache zu einem Schwelbrand, der sich im gepressten Müll ausbreiten konnte. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig: Einerseits war ein unmittelbares Vorgehen gegen den Brandherd aufgrund der Müllmengen nicht möglich, andererseits erschwerte eine starke Rauchentwicklung die Arbeiten der Feuerwehr.

„Der Rauch durchdrang auf seinem Weg vom Brandherd bis an die Oberfläche des Müllberges mehrere Schichten Abfall. Dies führte, gemeinsam mit den Löschmaßnahmen, zu einem Ankühlen des Rauches, der dann jedoch bodennah stehen blieb“, erklärte Einsatzleiter BD BR Christian Pfeiffer. „Anders als heißer Rauch, der aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften aufsteigt und über die Brandrauchklappen abziehen kann, blieb der kalte Brandrauch in der Halle stehen. Dies erschwerte die Sicht und die Arbeiten der Feuerwehr“, so Pfeiffer weiter.

Erst durch den Einsatz eines Speziallüfters und mehrerer kleinerer Geräte gelang es, die Halle so weit vom Rauch zu befreien, dass die Löscharbeiten fortgesetzt werden konnten. Um an den Brandherd zu gelangen, musste die Anlage mittels Radlader geleert werden. Das Ablöschen der Glutnester gelang schließlich erst auf einer Freifläche neben der betroffenen Halle. Die rasche Reaktion der Mitarbeiter sowie die gute Zusammenarbeit mit der Betriebsleitung der WNSKS- Anlage trug maßgeblich zum Einsatzerfolg bei. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Während die Kräfte der FF Wiener Neustadt im Einsatz standen, wurde die Wiener Neustädter Feuerwehrzentrale durch die FF Weikersdorf besetzt, um die Gebietsabdeckung im Stadtgebiet sicherzustellen. Währenddessen rückte die FF Weikersdorf zu einem Unterstützungseinsatz für das Rote Kreuz aus. Dabei wurde der Rettungsdienst dabei unterstützt, eine Patientin aus dem 7. Stock zu retten.
Freiw. Feuerwehr Wiener Neustadt

