Brand

Stmk: Großeinsatz beim Brand von Strohballen in Friedberg

FRIEDBERG (STMK): Am Pfingstmontag, dem 25. Mai 2026, kam es zur Mittagszeit in Ehrenschachen (Gemeinde Friedberg) zu einem Brand von Strohballen. Durch den teils starken Wind breitete sich das Feuer rasch auf eine beträchtliche Anzahl an Strohballen aus.

Unverzüglich wurden zahlreiche Feuerwehren des Abschnittes III und die FF Pinggau mit WLF-K alarmiert. Insgesamt stehen derzeit fünf Feuerwehren im Großeinsatz, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Die Löscharbeiten gestalten sich aufgrund des Windes besonders schwierig, da bereits gelöschte Strohballen immer wieder neu entzündet werden. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, werden die betroffenen Strohballen mit dem WLF-K Pinggau verladen und auf ein nahegelegenes Feld transportiert.

Dort wurden die Strohballen mithilfe eines Baggers mit Greifzange auseinandergerissen, das Stroh verteilt und anschließend direkt vor Ort abgelöscht.

UPDATE #01

Die Löscharbeiten stellten die eingesetzten Feuerwehren vor große Herausforderungen. Aufgrund der enormen Brandlast waren erhebliche Löschwassermengen erforderlich.

Die Wasserversorgung wurde unter anderem durch einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt. Um das Ortswassernetz von Friedberg sowie das verfügbare Wasserdargebot nicht zu überlasten, wurde im Laufe des Einsatzes zusätzlich Löschwasser aus den umliegenden Gemeinden Dechantskirchen und Pinggau bezogen und mittels Tanklöschfahrzeugen zur Einsatzstelle transportiert.

Darüber hinaus wurde mittels mehrerer Tragkraftspritzen eine Zubringleitung von zwei nahegelegenen Bächen direkt zum Brandobjekt aufgebaut, um eine durchgehende Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Zum Schutz der Einsatzkräfte kamen bei den Löscharbeiten schwere Atemschutzgeräte zum Einsatz. Insgesamt standen fünf Atemschutztrupps im Einsatz, welche im Verlauf der Arbeiten 21 Atemschutzflaschen verbrauchten. Zur Sicherstellung der weiteren Versorgung mit frischen Atemschutzflaschen wurde zusätzlich der Atemschutzcontainer der FF Hartberg angefordert.

Für eine möglichst effiziente und rasche Durchführung der Löscharbeiten waren auch mehrere zivile Unternehmen sowie zahlreiche Landwirte aus der Umgebung in den Einsatz eingebunden. Mit Lkws samt Mulden und Greifern sowie einem Bagger mit Greifer wurden die Strohballen verladen und mittels Pendelverkehr zu einem nahegelegenen Feld transportiert. Dort erfolgten die Nachlöscharbeiten.

Zusätzlich unterstützten mehrere Landwirte aus der Nachbarschaft mit Traktoren den Transport der Strohballen. Zwei Anrainer standen darüber hinaus mit Traktoren und Teleskopladern beim Auseinanderziehen der Strohballen auf dem Feld im Einsatz.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden an. Gegen Mitternacht konnte schließlich „Brand Aus“ gemeldet werden. Die örtlich zuständige Feuerwehr Ehrenschachen hielt jedoch bis in die Morgenstunden eine Brandwache aufrecht und führte laufend Nachlöscharbeiten bei immer wieder aufflammenden Glutnestern durch.

Glücklicherweise wurden bei dem Großeinsatz weder Personen noch Einsatzkräfte verletzt.

Bilanz des Großeinsatzes

Im Einsatz standen sämtliche Feuerwehren des Abschnittes III sowie die FF Hartberg, FF Pinggau und die FF Pinkafeld. Insgesamt waren 28 Fahrzeuge und 158 freiwillige Feuerwehrmitglieder im Einsatz.

Durch das rasche, professionelle und koordinierte Handeln aller eingesetzten Kräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert und der entstandene Schaden auf ein Minimum reduziert werden.

Bereichsfeuerwehrverband Hartberg

Meldung der Polizei: Stmk: Rund 200 Strohballen durch Funkenflug in Brand geraten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert