D: 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren der Stadt Traunreut
TRAUNREUT (D): Ein erlebnisreiches und einsatzintensives Wochenende liegt hinter dem Feuerwehrnachwuchs der Stadt Traunreut (Landkreis Traunstein). Beim traditionellen Berufsfeuerwehrtag schlüpften insgesamt 45 Jugendliche aus fünf Jugendgruppen in die Rolle von Berufsfeuerwehrleuten.

Die Nachwuchskräfte der Feuerwehren Traunreut, Traunwalchen, Matzing, Stein an der Traun und Pierling absolvierten ein straffes 24-Stunden-Programm. Unterstützt wurden sie dabei von 18 Betreuern sowie 26 Übungsausarbeitern und Verletztendarstellern, die einen realistischen „Dienstalltag“ simulierten. Zum Start am Freitagnachmittag stattete auch der neue Feuerwehrreferent der Stadt, Hans Kneffel, den Jugendlichen einen Besuch ab und lobte das starke ehrenamtliche Engagement.

Wechselnde Einsätze und ein schwerer Verkehrsunfall
Direkt nach Dienstantritt folgten die ersten Alarmierungen zu sogenannten Wechseleinsätzen in Pierling, Nunhausen und Gigling. Die Jugendlichen mussten dabei kleinere, realitätsnahe Szenarien abarbeiten, um ein Gefühl für den alltäglichen Feuerwehrdienst zu bekommen.

Ein erstes großes Highlight wartete in den Abendstunden auf einem Werksgelände in Traunreut. Bei einem simulierten, komplexen Verkehrsunfall galt es für die Jugendlichen, mehrere Einsatzstellen gleichzeitig zu bewältigen:
- Personenrettung: Eingeschlossene Personen mussten mittels technischem Gerät aus PKW befreit werden.
- Suchaktion: Eine verschüttete Person sowie weitere Vermisste mussten auf dem Betriebsgelände lokalisiert werden.
- Gefahrenabwehr: Die Jugendlichen wurden mit den Folgen einer simulierten Explosion konfrontiert.

Fehlalarm am Morgen und Großübung „Talmühle“
Nach einer kurzen Nacht – inklusive eines simulierten Fehlalarms um 6:00 Uhr morgens – folgte nach dem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrhaus Traunwalchen die größte Herausforderung des Wochenendes: Ein simulierter Großbrand mit dem Stichwort „Brand Lagerhalle / Talmühle“.
Hier mussten die Jugendlichen einen umfassenden Löschangriff vortragen, einen drohenden Flächenbrand eindämmen und zeitgleich mehrere vermisste Personen unter Atemschutzattrappen suchen.

Lob von der Führungsebene
Auch Kreisbrandmeister Florian Jurisch verfolgte die Großübung aufmerksam: „Ich bin schwer beeindruckt, mit wie viel Elan und Ehrgeiz unser Nachwuchs an die unterschiedlichen Aufgaben herangegangen ist. Gleichzeitig waren das Wir-Gefühl und die Freude am Teamwork deutlich spürbar.“

Stärkung der kameradschaftlichen Zusammenarbeit
Neben dem feuerwehrtechnischen Wissen stand vor allem die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit im Vordergrund. Die Jugendlichen nutzten die einsatzfreien Zeiten im Feuerwehrhaus Traunreut für gemeinsame Freizeitaktivitäten und Sport.

Zum Abschluss am Samstagnachmittag zeigten sich die Jugendwarte der beteiligten Wehren höchst zufrieden. Ein besonderer Dank der Verantwortlichen galt den lokalen Firmen und Grundstückseigentümern für die Bereitstellung der Übungsobjekte sowie allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die ein solch aufwendiges Ausbildungswochenende nicht durchführbar gewesen wäre.
