Nö: Pkw zerschellt an S5-Aufpralldämpfer bei Königsbrunn
KÖNIGSBRUNN AM WAGRAM (NÖ): Von einem heftigen Anprall regelrecht zerfetzt wurde der Vorderteil eines MGs zu Beginn des Baustellenabschnittes auf der Schnellstraße S5 in Fahrtrichtung Wien, kurz nach der Abfahrt Königsbrunn am Wagram.
Der allein im Pkw befindliche Lenker hatte am Mittwoch, dem 10. Juni 2026, statt im Regen rechts oder links auf den markierten Fahrstreifen einzuschwenken, aus unbekannter Ursache die mittigen Trennelemente frontal getroffen. Durch die große Wucht wurden der Elektromotor und die Vorderachse, sowie einige weitere Wrackteile in den rechten Bereich geschleudert. Auch das tonnenschwere Betonelement wurde dorthin in einen rechten Winkel abgeknickt. Der Wagen selbst überschlug sich auf die linke Seite und blieb dort in einiger Entfernung mit, bis auf einen Kabelsalat, praktisch ausgeräumtem Motorraum am Dach liegen.
Das in dem modernen Auto eingebaute e-call-System rief sich um 16:13 Uhr selbst Hilfe herbei, was für Utzenlaa, Absdorf und Kirchberg am Wagram zur Auslösung der Sirenen und zusätzlich in Tulln (wegen des Baustellen-Alarmplans) zu einem stillen Alarm führte. Zugleich wurden auch der Rettungshubschrauber, das Rote Kreuz, die Autobahnpolizei und der Streckendienst der ASFINAG in Marsch gesetzt. Wie stets in letzter Zeit waren die Aufgaben rasch und effizient verteilt:
Die FF Utzenlaa übernahm die Einsatzkoordination, die FF Absdorf bereitete unverzüglich das hydraulische Rettungsgerät vor. Seitens der FF Kirchberg wurde der Zugang zur Unfallstelle abgesperrt. Der Lenker konnte währenddessen aber bereits ohne Schere und Spreitzer befreit und dem Team des Christophorus übergeben werden.
Bis dieser abgeflogen und die Polizei mit einer ersten Unfallaufnahme fertig war, konnte ein Konzept für das weitere Vorgehen überlegt werden. Auf der rechten Fahrspur wurden nach Freigabe Trümmerteile und Betonsplitter eingesammelt und an den Fahrbahnrand gebracht. Linksseitig mussten rund um das Fahrzeug eine Zettelwirtschaft voller durchnässter Dokumente und weitere Habseligkeiten zusammengetragen werden.
Mit der Seilwinde des Rüstlöschfahrzeugs aus Kirchberg wurde das verschobene Fertigtrennteil in die ursprüngliche Position gezogen, damit der Verkehr nach dem Einsatz überhaupt wieder in die Baustelle einfahren konnte. Die Bergung des Wracks übernahm die Feuerwehr Tulln mit ihrem Wechselladefahrzeug. Beendet war der Einsatz für die letzten Kräfte schließlich nach rund zwei Stunden.
