Brand

Bayern: Waldbrand Übersee → der Regen spielte den Feuerwehren in die Karten

ÜBERSEE (BAYERN): In der Nacht des 29. Juni 2026, war im Chiemsee Moos bei Übersee ein Waldbrand ausgebrochen der rund 300 Einsatzkräfte stundenlang in Atem hielt. Das kräftige Gewitter am Montag, 29. Juni 2026, hat dabei den Löschmannschaften sprichwörtlich in die Karten gespielt und die Situation deutlich entspannt. Von einer vollständigen Entwarnung beziehungsweise einem Einsatzende kann dennoch derzeit noch nicht gesprochen werden, da noch nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ob noch vereinzelte Glutnester im Boden vorhanden sind.

„Den eigentlich geplanten Großeinsatz mit etwa 200 Einsatzkräften konnten wir glücklicherweise heute Morgen absagen“, informiert Kreisbrandrat Christof Grundner und ergänzt, „der Regen hat dazu geführt, dass sich die Situation vor Ort deutlich entspannt hat“. Über die gesamte Nacht hindurch waren Einsatzkräfte als Brandwache vor Ort und haben den Bereich engmaschig kontrolliert. Darüber hinaus konnte nach dem Gewitter eine Bergwachtdrohne zum Einsatz gebracht werden, die in ihren Überflügen mittels Wärmebildtechnik eine Lagedarstellung aus der Luft durchführen konnte.

Am heutigen Vormittag – 30. Juni 2026 – traten die Verantwortlichen dann zu einer umfassenden Lagebeurteilung zusammen und konnten sichtlich erleichtert feststellen, dass derzeit keinerlei Auffälligkeiten oder Glutnester festzustellen sind. Dies führte dann letztlich dazu, dass die Bevölkerungsinformation hinsichtlich der Rauchentwicklung aufgehoben werden konnte und der Einsatz vom „Koordinierungsfall“ auf einen „Regeleinsatz“ der Feuerwehr Übersee zurückgestuft werden konnte.

Herbert Strauch, Bürgermeister der Gemeinde Übersee, zeigte sich hinsichtlich des Einsatzverlaufes sehr zufrieden. „Ich bin wirklich froh darüber, dass wir den Brand im Schutzgebiet des Damberger Filzes so rasch eindämmen und löschen konnte“, so sein erstes Fazit im Anschluss an die morgendliche Besprechung. Gleichzeitig sprach er allen Beteiligten nochmals den Dank der gesamten Gemeinde aus. „Von der ersten Minute an wurde alles Menschenmögliche unternommen, um den Schaden bestmöglich zu begrenzen und dafür bin auch persönlich sehr dankbar“, so Herbert Strauch.

Heute ist die Feuerwehr Übersee, unterstützt von einigen auswärtigen Einsatzkräften noch mit weiteren Kontrollgängen im Brandgebiet beschäftigt. Rund 50 Einsatzkräfte sind noch vor Ort. „Die Hauptaufgabe liegt darin, das Waldgebiet fußläufig zu durchsuchen und mittels Wärmbildkameras gegebenenfalls etwaige Glutnester aufzufinden“, so Christof Grundner und ergänzt, „auch Grund der Fläche in der Größe von etwa sieben Fußballfeldern werden diese Arbeiten noch einige Zeit in Anspruch nehmen“.

Weitere Kräfte der Feuerwehren sind unterdessen damit beschäftigt, die umfangreiche Infrastruktur bereits ein stückweit zurückzubauen. „Alles, was nicht mehr zwingend benötigt wird, wird bereits wieder abgebaut“, so der Kreisbrandrat. Dies betrifft vor allem Schläuche und Amateuren aber auch Tragkraftspritzen und Löschbehälter werden zurück zu den jeweiligen Feuerwehren gebracht. Mit den Säuberungs- und Reparaturaufgaben sind viele Feuerwehren und Gemeinden sicherlich wieder einige Tage beschäftigt.

Wenn es derzeit auch ganz danach aussieht, dass der Einsatz rasch zu Ende gegangen ist wollen weder die Gemeinde Übersee noch die Feuerwehr von einem Einsatzende sprechen. Versteckte Glutnester können sich noch im Boden befinden und erst in einigen Tagen zum Vorschein kommen. Eine engmaschige Kontrolle des Brandortes wird es daher auch in den kommenden Tagen geben.

Vorangehende Meldung: Bayern: Waldbrandausbreitung in Übersee auf 6 Hektar begrenzt → rund 300 Kräfte im Einsatz

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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