Stmk: Heftige Unwetter in der Steiermark -> Bach floss durch Wohnhaus
Steiermark: Nach den heftigen Unwettern in der Nacht auf Montag, 21. Juli 2008, sind Teile von Radmer bei Hieflau von der Umwelt abgeschnitten. Muren gingen ab, die Landesstraße ist gesperrt. Die Geröllmassen türmen sich bis zu zweieinhalb Meter hoch.
Für viele der 750 Einwohner von Radmer bei Hieflau gibt es derzeit kein Wegkommen. Fast der ganze Ort steht unter Wasser, sagt der Bürgermeister von Radmer, Siegfried Gallhofer. Die ganze Nacht hätten die Menschen versucht, die gröbsten Schäden zu beseitigen.
Bach floss durch Wohnhaus: Die Schäden sind noch nicht abschätzbar: Ein Bach floss direkt durch ein Wohnhaus und ein Gasthaus, die Wassermassen versetzten Autos um bis zu 800 Meter, so Karl Heigl von der Feuerwehr Hieflau: „Es hat Autos versetzt, Gerätschaften hundert Meter versetzt, Felsen im Ausmaß von drei bis fünf Kubikmeter groß haben Brücken verlegt.“
Betroffen von den Unwettern waren auch die Bezirke Bruck an der Mur, Mürzzuschlag und Liezen: Auf dem Alpl ging eine Mure ab, in Liezen musste die Feuerwehr mehr als 30-mal ausrücken. Bäume stürzten um, Bäche traten über die Ufer und fluteten Dutzende Keller. In Trieben rettete die Feuerwehr drei Insassen – darunter ein Kind – aus einem gefluteten Auto. Der Pkw steckte unter einer Unterführung fest, das Wasser stand bereits einen Meter hoch.
