Nö: Notquartier für 250 Flüchtlinge in der Feuerwehrschule in Tulln

TULLN (NÖ): Die Landes-Feuerwehrschule in Tulln wird zum Notquartier für 250 Flüchtlinge. Sie werden in geheizten Fahrzeuggaragen untergebracht. Aufgrund der großen Welle der Hilfsbereitschaft ist es derzeit nicht notwendig, Sachspenden in die Landesfeuerwehrschule zu bringen.

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner vereinbarten die Maßnahme am Samstagnachmittag. Um 18.00 Uhr trat ein achtköpfiger Führungsstab zusammen, um die logistischen Schritte einzuleiten. Unterkunft sollen die Kriegsflüchtlinge – der Aussendung zufolge voraussichtlich bis Donnerstag – auf Feldbetten in geheizten Fahrzeuggaragen der Feuerwehrschule finden.

Zur Verfügung gestellt wurden die mobilen Schlafstellen vom Roten Kreuz, den Transport vom Katastrophenlager in Wien nach Tulln übernahmen vier freiwillige Feuerwehren – aus Möllersdorf, Wiener Neudorf, Mödling und Schwechat. 30 Einsatzkräfte des Katastrophenhilfsdienstes aus dem Raum Tulln wurden für die Aufbauarbeiten des Lagers eingeteilt. Die Versorgung der Flüchtlinge übernimmt das Rote Kreuz.

Für jene Menschen, die unter besonders traumatischen Kriegserlebnissen leiden, wird die Feuerwehr auch Mitglieder der Sondereinheit „Peer“ zur Verfügung stellen.

ORF Niederösterreich

Update per 12.30 Uhr

"Fünf Stunden nach dem Alarm durch den Landesführungsstab war das Quartier bezugsfertig und die gesamte Infrastruktur aufgebaut," heißt es seitens des Nö Landesfeuerwehrkommandos auf dessen Facebookseite noe122.at. Die für kommenden Samstag, 12. September 2015, angesetzte Veranstaltung "kat15" findet wie geplant statt, auch der Betrieb in der Feuerwehrschule selbst wird ab morgen in gewohnter Weise ohne Einschränkungen stattfinden.

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