Nö: Pkw brennt nach Frontalkollision mit Lkw: Lenker in Biedermannsdorf eingeklemmt und getötet

BIEDERMANNSDORF (NÖ): Aus bislang ungeklärten Umständen kam es am 6. Oktober 2015 kurz vor 8 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Mercedes Kombi und einem Lkw-Sattelzug auf der Laxenburgerstraße im Gemeindegebiet von Biedermannsdorf, wobei der Pkw-Lenker im Fahrzeug eingeklemmt wurde und noch am Unfallort seinen Verletzungen erlag.

Aufgrund der örtlichen Nähe wurden zuerst die Freiwilligen Feuerwehren Achau und Laxenburg zur Menschenrettung alarmiert. Während der Anfahrt konnte eine Rauchsäule wahrgenommen werden. Deshalb wurde umgehend ein Atemschutztrupp ausrüstend gemacht. Beim Eintreffen an der Unfallstelle wurde der Lenker des Lastwagens gerade von zwei couragierten Zivilpersonen aus dem Führerhaus gerettet und ins Spital gebracht. Der Kombi stand in Vollbrand und der Lenker war eingeklemmt. Obwohl sofort Löschmaßnahmen mittels Schaum eingeleitet wurden, kam für den Pkw-Lenker jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Opfer aus Wrack befreit
Nach den Vermessungsarbeiten der Polizei kam für die Einsatzkräfte die wohl belastendeste Arbeit! Mittels hydraulischen Rettungsgeräten musste die verstorbene Person aus dem völlig deformierten und ausgebrannten Fahrzeug geborgen werden. Um weitere Arbeitsschritte abstimmen zu können, wurde die örtlich zuständige Feuerwehr Biedermannsdorf alarmiert. Gesamteinsatzleiter HBI Werner Wlaschitz entschied, den Mercedes mit dem WLF-Vösendorf und den LKW mit dem ASL der Berufsfeuerwehr Wien abzutransportieren.

Langwierige Lkw-Bergung
Die Pkw-Bergung konnte schnell abgeschlossen werden, was jedoch beim LKW nicht der Fall war. Da der Königszapfen durch den Unfall abgerissen worden war, verkeilte dieser und die Zugmaschine konnte trotz Anschlagen von zwei Seilwinden nicht herausgezogen werden.
Daher wurde ein Holzstoß mit Hebekissen am Sattelaufleger in Stellung gebracht, um den Zapfen frei zu bekommen. Anschließend konnte die Zugmaschine nach vorne gezogen werden. Mit der Abschleppbrille des ASL Wien konnte danach die Bergung durchgeführt werden.

Einsatzende nach 6 Stunden

Nachdem das Zugfahrzeug auf einem Privatparkplatz abgestellt wurde, konnte abschließend der Sattelaufleger durch das ASL Wien geborgen werden. Über die Wasserrechtsbehörde der BH wurde noch das Abgraben durch eine Privatfirma angeordnet. Während der Bergungsarbeiten musste die Laxenburgerstraße komplett für den Verkehr gesperrt werden. Nach über sechs Stunden konnten die insgesamt 55 Mitglieder mit deren 18 Fahrzeugen wieder einrücken.

Bezirks-Feuerwehrkommando Mödling

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