Landes-Feuerwehrverband Tirol präsentiert TV- und Kinospot „Blaulicht und Folgetonhorn – was tun?“

Die Filmpremiere fand  im Metropolkino in Innsbruck in Anwesenheit der zuständigen Regierungsmitglieder und der Führungskräfte von Polizei, Rettung und Feuerwehr statt. Die achtminütige Langfassung des Kinospots wird von den Blaulichtorganisationen, Autofahrerklubs sowie Fahrschulen zu Schulungszwecken eingesetzt. Dieser Film des Landes ist auch für alle Interessierten online über das Videoportal YouTube abrufbar.

Wenn auf Fahrzeuge mit Blaulicht und Sirene nicht richtig reagiert wird, können VerkehrsteilnehmerInnen zu Schaden kommen. Auch die Einsatzteams selbst können durch das unaufmerksame oder unsichere Verhalten von FahrzeuglenkerInnen oder FußgängerInnen gefährdet werden. Im Falle des Rettungsdienstes können außerdem NotfallpatientInnen auf dem Weg ins Krankenhaus ein weiteres Mal zum Unfallopfer werden: wenn andere VerkehrsteilnehmerInnen die Begegnungsregeln mit einem Einsatzfahrzeug missachten.

Kurzfassung des Spots

LHStv. Josef Geisler, Sicherheitsreferent der Landesregierung:

„Mehr als 150.000 Mal werden Rettung und Feuerwehr über den Notruf von der Leitstelle Tirol alarmiert und rücken zum Einsatz aus. Mehr als die Hälfte aller Rettungseinsätze  sind Blaulichteinsätze. Bei der Feuerwehr wird fast jeder Einsatz mit Blaulicht gefahren. Dabei kommt es immer wieder zu Verzögerungen und prekären Situationen, weil VerkehrsteilnehmerInnen falsch oder gar nicht reagieren. Mit diesem Filmspot will das Land Tirol für mehr Sicherheit sorgen: Zum Ersten, weil das richtige Verhalten der VerkehrsteilnehmerInnen auch deren eigene Sicherheit erhöht. Zum Zweiten, weil Einsatzkräfte schneller am Einsatzort helfen können, wenn sie den Weg dorthin rasch bewältigen können. Tirol ist spitze, was Hilfe und Versorgung im Notfall anlangt. Ob Rettung, Feuerwehr, Polizei, Berg- oder Wasserrettung. Schnelle Hilfe ist garantiert.“

Peter Hölzl, Landesfeuerwehrkommandant:
„Werden wir zu einem Brandeinsatz oder Unfall gerufen, zählt jede Minute. Uneinsichtige AutofahrerInnen, abgelenkte FußgängerInnen oder die fehlende Rettungsgasse auf der Autobahn verzögern die schnellstmögliche Versorgung der Betroffenen und erhöhen das Risiko aller Einsatzkräfte. Jeder von uns könnte im nächsten Augenblick selbst der Betroffene sein. Das richtige Verhalten bei Einsatzfahrten mit Sondersignal sollte daher nicht nur Thema der Verkehrserziehung von Kindern und Jugendlichen sein, es benötigt auch eine entsprechende Vorbildwirkung der Erwachsenen. Diese Vorbildwirkung immer wieder einzumahnen, ist aus Sicht der Feuerwehr besonders wichtig.“

Adolf Schinnerl, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Tirol:

„Als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Landes Tirol zählt es zu meinen Aufgaben, die hohe Qualität der Versorgung durch das Rettungs- und Notarztwesen zu erhalten. Schnellstmögliche Hilfe kommt in den meisten Fällen bodengebunden über die Straße. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist daher bei Einsatzfahrten eine unabdingbare Voraussetzung für die professionelle Versorgung unserer NotfallpatientInnen. Aus diesem Grund ist es notwendig, alle VerkehrsteilnehmerInnen für das richtige Verhalten gegenüber Blaulicht und Folgetonhorn zu sensibilisieren. Für alle Blaulichtorganisationen gilt: ‚Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen‘ – und jeder Verkehrsteilnehmer kann durch sein Verhalten diese Bemühungen wesentlich unterstützen.“

Langfassung des Videos

Landes-Feuerwehrverband Tirol

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