Oö: Kurze Nacht für „Münichholzer Florianis“ in Steyr: Wasserschaden und Brandeinsatz

STEYR (OÖ): Es war eine sehr kurze Nacht für den Löschzug 5 Münichholz der FF Steyr – gleich zwei Einsätze hielten die Florianis am 22.02.2017 hellwach. Der erhöhte Kaffeekonsum ist heute mehr als verdient.

„Wasserschaden in der Schumannstraße (Musikerviertel)“ lautete die erste Alarmdepesche um 02:32 Uhr.
Bei Ankunft der Feuerwehr tropfte von der Decke an einigen Stellen Wasser in die darunterliegende Wohnung und ins Stiegenhaus. Der Mieter der Wohnung im 2. Obergeschoss hatte den Schaden bereits gesehen und den Hauptwasserhahn abgesperrt. Da das Wasser in der Wohnung bereits aufgewischt bzw. versickert war, musste die Feuerwehr nicht mehr eingreifen und konnte wieder ins Feuerwehrhaus einrücken. Im Einsatz waren 16 Mann mit zwei Fahrzeugen des Löschzuges 5 Münichholz. Kaum wieder zu Hause im Bett oder beim Kaffee, kam schon der nächste Alarm auf die Pager.

„Brand Gewerbe/Industrie in der Gusswerkstraße“ lautete die zweite Alarmdepesche um 03:32 Uhr. Dieses Mal für den Löschzug 5 und den Löschzug 2 – Steyrdorf. Innerhalb kurzer Zeit waren die Einsatzkräfte vor Ort.
Bei der Lageerkundung durch den Einsatzleiter Ing. Markus Mekina wurde festgestellt, dass sich ein Ölschlauch bei einer Maschine gelöst und sich durch die Hitze der Maschine das Öl entzündet hatte. Das Feuer war beim Eintreffen der Feuerwehr Steyr jedoch bereits von Firmenarbeitern gelöscht worden.
Dem geistesgegenwärtigen Eingreifen von Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass sich das Feuer, das in der Produktionshalle ausgebrochen war, nicht zum Großbrand entwickelt hatte. Blitzschnell erkannten sie den Ernst der Lage und begannen mit den Löscharbeiten. Schlussendlich konnten sie, mit gesamt sieben Feuerlöschern, Herr der Flammen werden. „Einige Sekunden später und auch unser Einsatz hätte wohl nicht mehr viel bewirken können, denn die Hitzeentwicklung war enorm und die Flammen waren gerade dabei, auf die gesamte Führerkabine überzugreifen“, so schilderte ein Mitarbeiter der Firma die dramatischen Momente.
Mit der Wärmebildkamera des Löschzuges 5 wurden noch Messungen bezüglich Glutnester durchgeführt. Danach konnten die Floranis wieder ins Feuerwehrhaus einrücken, die Einsatzbereitschaft herstellen, und nach Hause schlafen gehen oder wie so mancher freiwillige Feuerwehrmann nach dem Duschen sich auf den Weg in die Arbeit begeben.
Bei diesem Einsatz waren der Löschzug 5 und 2 der FF Steyr mit 27 Mann und 4 Fahrzeugen im Einsatz.

Freiw. Feuerwehr Steyr

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