Bayern: Brand gasbetriebener Pkw in München & Paketbote wird zum Feuerwehrmann

MÜNCHEN (BAYERN): Aufgrund eines Fahrzeugbrandes ist es am Vormittag des 10. März 2017 auf der Autobahn A99 kurz nach der Überleitung der A9 in Fahrtrichtung Stuttgart zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten bereits auf der Anfahrt eine deutliche Rauchentwicklung sehen.

Als sie an der Einatzstelle eintrafen, stand ein Mercedes bereits in Flammen. Geschützt mit Atemschutzgeräten und einem Schaumrohr begannen die Einsatzkräfte das Fahrzeug abzulöschen. Nach dem Niederschlagen der ersten Flammen, stellte die Einsatzkräfte fest, dass das Fahrzeug zusätzlich mit einer Gasanlage nachgerüstet war. Die Einsatzkräfte konnten die Gaszufuhr des Autos unterbrechen und anschließend das Fahrzeug komplett löschen. Bevor das Fahrzeug auf einen Abschlepper geladen wurde, nahmen die Feuerwehrleute nochmals Messungen durch, um sicher zu gehen, dass kein Gas weiter ausströmt. Während der Lösch- und Bergungsarbeiten mussten zwei Fahrspuren der Autobahn komplett gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der entstandene Sachschaden an dem älteren Mercedes beträgt nach ersten Einschätzungen etwa 5.000 Euro.

Paketbote wird zum Feuerwehrmann
Am Freitagvormittag war ein Paketbote im Stadtteil Milbertshofen genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ein hundert Prozent sehbehindertes Ehepaar bemerkte in ihrer Wohnung Brandrauch und wählte den Notruf. Zeitgleich hat ein Mitarbeiter eines Paketlieferdienstes das mehrstöckige Wohnhaus betreten. Die Bewohnerin sprach den Lieferanten an, ob er ihnen helfen könne. Er erkannte sofort den Ernst der Lage und wurde spontan zum Feuerwehrmann. Der Geschirrspüler war in Brand geraten und drohte auf das weitere Kücheninventar überzugreifen.
Der Paketbote konnte das Feuer mit Hilfe eines Pulverlöschers soweit in Schach halten, dass die „echten“ Feuerwehrkräfte nur noch kleine Nachlöscharbeiten vornehmen mussten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr München kontrollierten die Küche mit einer Wärmebildkamera. Die Spülmaschine wurde von den Feuerwehrmännern ausgebaut und aus der Wohnung gebracht. Nach ausgiebigen Lüftungsmaßnahmen konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Auch der „neue Kollege“ konnte den Einsatzort wieder unbeschadet verlassen. Durch das beherzte und schnelle Eingreifen des Paketboten konnte größerer Schaden abgewandt werden.

Berufsfeuerwehr München

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