Bayern: Schwieriger Einsatz nach Rauchmelderauslösung, Unfall mit Reanimation und Kleinbrände in München

MÜNCHEN (BAYERN): Rauchwarnmelder retten Leben, dies ist eine bekannte Tatsache. Diese Auslösung hatte aber weitreichendere Folgen als jemand erwartet hätte. Am frühen Morgen des 31. Oktober 2017 riefen Anwohner einer Wohnung im dritten Obergeschoss in der Hesseloherstraße die Feuerwehr München.

Ein Rauchwarnmelder hatte wegen einer Rauchentwicklung im vierten Geschoss in dem Mehrfamilienhaus ausgelöst. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr kontrollierten die Wohnung, konnten aber bei den ersten Begehungen keine Ursache für die Rauchentwicklung finden. Zum weiteren Erkunden wurde eine Drehleiter eingesetzt. Erst nach einer halben Stunde fanden die Einsatzkräfte die Ursache. Dämmmaterial in einer Dehnfuge zwischen den Gebäuden war in Brand geraten und hatte sich über eine große Fläche ausgebreitet.
Parallel durchgeführte Messungen ergaben stark erhöhte Werte des farb- und geruchlosen Gases Kohlenmonoxid. Daher wurden sofort alle Bewohner der betroffenen Häuser evakuiert, alle Wohnungen kontrolliert und die betroffenen Bereiche gelüftet.

Die Löschmaßnahmen gestalteten sich als extrem schwierig und zeitaufwendig. Nach den ersten Stunden zeichnete sich schon ab, dass diese Arbeiten zeitintensiver werden. Aus diesem Grund wurde die ständig anwesende Stärke von bis zu 60 Einsatzkräften regelmäßig abgewechselt und ausgetauscht. Noch in den frühen Abendstunden dauerten die Arbeiten der Feuerwehr an, da immer noch Brandherde gesucht und aufwändig abgelöscht werden mussten. Erst gegen Mitternacht konnten alle Bereiche mit der Wärmebildkamera kontrolliert und ohne weitere Feststellung freigegeben werden.
Für die Zeit der Löscharbeiten mussten teilweise alle anwesenden Bewohner die betroffenen Gebäude verlassen. Dies betraf zeitweise bis zu 47 Personen. Durch die Löschmaßnahmen und die Brandauswirkung sind drei Wohnungen vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Die Mieter kommen entweder bei Freunden und Bekannten unter, oder ihnen wurde eine Unterkunft vermittelt.
Noch die ganze Nacht über wurden mehrere Nachsichten von der Feuerwehr durchgeführt, in denen der Löscherfolg und ein gegebenenfalls erneutes Ausbrechen des Feuers kontrolliert wurden. Die Ursache des Brandes wird von der Polizei untersucht, ein Sachschaden kann derzeit nicht benannt werden.

Verkehrsunfall mit Reanimation
Am Abend ereignete sich in der Rosenheimer Straße ein Verkehrsunfall mit einem PKW und erheblichem Schaden. Gegen 18 Uhr war ein etwa 60 jähriger Fahrer eines Audi stadteinwärts unterwegs. Wegen eines medizinischen Problems verlor der Fahrer auf Höhe Anzinger Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug. In Folge dessen streifte er mit seinem Audi zwei andere Fahrzeuge, dann einen am Straßenrand stehenden Findling, riss im weiteren Verlauf einen Baum um und blieb dann an einer Straßenlaterne stehen. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst stellten fest, dass der ansprechbare Fahrer in seinem Fahrzeug nicht eingeklemmt war und versorgten ihn in einem Rettungswagen. Hier erlitt er unvermittelt einen Kreislaufstillstand und musste durch den anwesenden Notarzt und die Rettungsdienstbesatzung reanimiert werden.
Nachdem seine Vitalfunktionen wiederhergestellt werden konnten, wurde er in den Schockraum einer Münchner Klinik transportiert.
Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei entfernten Einsatzkräfte der Feuerwehr den umgerissenen Baum und schnitten den Laternenmast um. Der Sachschaden kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

Kleinbrände in der Stadt
Ab den Mittagsstunden rückten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr München zu mehreren kleineren Feuern im Stadtgebiet aus. Insgesamt kam es zu 13 Bränden. Bei den Brandobjekten handelte es sich überwiegend um Müllcontainer und kleinere Mülleimer. Auch mehrere Briefkästen mussten abgelöscht werden. In welchem Zusammenhang die Brände zueinander stehen und wie diese entstanden sind, wird durch das Fachkommissariat der Poilzei ermittelt.

Berufsfeuerwehr München

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