FR: Polizisten schlagen auf protestierende Feuerwehrleute ein

FRANKREICH: Die Proteste in Frankreich reißen nicht ab. In Paris zogen am 28. Jänner 2020 tausende Feuerwehrmänner auf die Straßen, um höhere Löhne zu fordern. Dabei kam es zu befremdlichen Gewaltszenen.

Polizisten knüppelten auf Feuerwehrleute ein, gingen mit Wasserwerfern und Tränengas gegen sie vor. Die Feuerwehrmänner fordern eine Erhöhung ihres “Risikolohns” von 19 Prozent auf 25 Prozent. Sie sind der Auffassung, dass der Personalmangel ihre Arbeit erschwert habe und außerdem die Angriffe auf sie zunehmen. Weiterhin verlangen sie Garantien für ihren Ruhestand.

Polizei: Gegen Regeln verstoßen

Die Polizei erklärt zu den Zusammenstößen, dass auf Seiten der Protestierenden gegen Regeln verstoßen wurde, so trugen Protestteilnehmer Helme, verließen die vorgesehene Route des Demonstrationszuges und bildeten Blockaden. Auch schossen einige der Demonstranten mit Pyrotechnik auf Polizisten, andere schleuderten Tränengasgeschosse zurück zur Polizei. Die Proteste wurden von Gewerkschaften unterstützt. Diese hatten bereits im Sommer 2019 auch die Feuerwehr für eine Streikbewegung mobilisiert, um die Regierung dazu zu bewegen, den Forderungen der Berufsfeuerwehren entgegen zukommen. Während es gestern in Paris zwischen Polizisten und Feuerwehrmännern knallte, traf Innenminister Christophe Castaner mit Gewerkschaftsvertretern zusammen – und fand eine Einigung.

Regierung lenkt ein

Nun erkläre sich Regierung bereit, den Risikolohn wie gefordert im kommenden Sommer auf 25% des Grundgehalts anzuheben, ebenso wird soll es weiterhin die Möglichkeit geben, gegen Zahlung zusätzlicher Beiträge in den vorzeitigen Ruhestand gehen zu können.

Darüber hinaus solle “eine nationale Beobachtungsstelle für Gewalt gegen Feuerwehrleute” eingerichtet werden, um Angriffe auf Feuerwehrkräfte besser verhindern zu können. Von Seiten der Gewerkschaften hieß es laut Berichten, dass die Feuerwehrleute ihren Streik vorerst einstellen werde.

Aber die Regierung und die Umsetzung ihrer Zusagen würden weiter beobachtet und man werde sich weiterhin auch mit anderen Rettungsdiensten solidarisieren, die ebenfalls Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen erhoben haben. Frankreich ächzt unter den Massenprotesten und Streiks.

Mitarbeiter verschiedenster Berufssparten legen ihre Arbeit nieder und beteiligen sich an Protesten der Gewerkschaften. Ausgelöst wurden all diese Kämpfe durch die Ankündigung des französische Premierminister Édouard Philippe, das Lebensalter zum Renteneintritt um zwei Jahre anzuheben. Außerdem sollte das französische Rentensystem vereinheitlicht werden, wodurch viele Berufssparten um bisherige Privilegien zu fürchten begannen.

RT Deutsch

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