D: Nach Überholmanöver gegen Baum → zwei Tote (25, 16) und zwei Schwerverletzte (39, 1) auf B 206

BOCKHORN (DEUTSCHLAND): Gegen 13:13 Uhr wurde der Rettungsleitstelle ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 206 zwischen Hartenholm und Bockhorn gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr eine 39-jährige Fahrzeugführerin aus Elmshorn mit ihrem Nissan die B 206 in Richtung Bad Segeberg.

Zwischen der Abzweigung Hartenholm und Bockhorn setzte die Fahrzeugführerin nach derzeitigen Erkenntnissen zum Überholen eines Lkw an. Nach dem Wiedereinscheren kam der Nissan aus bislang unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Grünstreifen und kollidierte schließlich mit einem Baum. Durch Zufall kam ein Krankentransportwagen aus Trennewurth (Kreis Dithmarschen) auf die Unfallstelle zu und konnte der Rettungsleitstelle schnell eine detaillierte Rückmeldung vom Unfallort geben. Aufgrund der neuen Erkenntnisse wurde das Einsatzstichwort auf “Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und Großschadenslage Rettungsdienst” erhöht.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte bot sich das Bild eines komplett zerstörten Nissans. Für die 25-jährige Beifahrerin kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch vor Eintreffen der Rettungskräfte. Ein 16-jähriger Fahrzeuginsasse wurde durch die Besatzung des KTW aus dem Fahrzeug gerettet und reanimiert – Im Verlauf des Einsatzes erlag er noch vor Ort seinen Verletzungen. Die 39-jährige Fahrzeugführerin sowie ein 1-jähriges Kleinkind wurden nicht eingeklemmt und konnten das Fahrzeug mit Hilfe verlassen. Sie wurden durch den Rettungsdienst versorgt und einem Krankenhaus zugeführt.

Mehrere Personen aus einem dazugehörigen Pkw mussten durch den Rettungsdienst betreut und versorgt werden. Da es sich für alle Angehörigen/Ersthelfer und Einsatzkräfte um eine außergewöhnliche Extremsituation handelt, wurde ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung angefordert. Die Polizei hat noch an der Unfallstelle mit einem Sachverständigen die Ermittlungen aufgenommen.

Über den genauen Unfallhergang, den Gesundheitszustand sowie den Personalien der Verletzten und der Schadenshöhe werden seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht. Die Polizei schätzt den Schaden auf ca. 10.000 Euro. Die B206 war für die Rettungs- und Bergungsarbeiten mehrere Stunden voll gesperrt.

Eingesetzte Kräfte: Freiwillige Feuerwehr Hartenholm Freiwillige Feuerwehr Bockhorn Freiwillige Feuerwehr Todesfelde Kreisfeuerwehrverband Segeberg: Pressesprecher
Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH: Sieben Rettungswagen, Zwei Notärzte, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, Leitender Notarzt, Führungsgruppe DRK-Schnelleinsatzgruppe, Christoph 12, Polizei Segeberg und Pinneberg

Bericht der Polizei

Am Montagmittag, dem 28. Dezember 2020, ist es auf der Bundesstraße 206 um 13:14 Uhr zu einem folgenschweren Verkehrsunfall gekommen. Eine 39-jähriger Fahrzeugführer aus Elmshorn befuhr mit einem Nissan die B 206 in Richtung Bad Segeberg. Zwischen der Abzweigung Hartenholm und Bockhorn setzte die Fahrzeugführer nach derzeitigen Erkenntnissen zum Überholen eines Lkw an.

Nach dem Wiedereinscheren kam der Nissans aus bislang unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Grünstreifen und kollidierte schließlich mit einem Baum. In dem Nissan befanden sich vier Insassen. Die eingeklemmten Insassen mussten von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Während zwei Personen nach bisherigen Erkenntnissen mit schweren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus verbracht wurden, kam für zwei Insassen jede Hilfe zu spät, sie verstarben noch an der Unfallstelle.

Verstorben sind die 25-jährige Beifahrerin aus dem Kreis Ostholstein und ein 16-jähriger Elmshorner. Die 39-jährige Elmshornerin und ein 1-jähriger Ostholsteiner wurden mit vermutlich schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser verbracht. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 10.000 Euro. Die Unfallstelle musste für die Dauer der Unfallaufnahme- und Bergungsmaßnahmen komplett gesperrt werden. Der Fahrzeugverkehr wird gegenwärtig weiträumig an der Unfallstelle abgeleitet. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens und zur Erstellung eines technischen Gutachtens wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger beauftragt.

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