Steirisch-niederösterr. Waldbrandeinsatz in Mazedonien geht weiter → Ablöse (08.08.2021)

Seit den Morgenstunden des 8. August 2021 steht die Ablöse der österreichischen Kräfte, 47 davon aus der Steiermark, in Nordmazedonien unter dem Dach des EU-Zivilschutzmechanismus im internationalen Hilfseinsatz.

Die Rotation der Einsatzkräfte wurde im Zusammenwirken vom Bundesministerium für Inneres (Abteilung für Krisen- und Katastrophenschutzmanagement), Landes-Feuerwehrverband Niederösterreich und Landes-Feuerwehrverband Steiermark koordiniert und organisiert.

Steirische Fahrzeuge im Waldbrandgebiet.

Perfekte Rotation mithilfe der AUA

Der Lufttransport der Einsatzkräfte von Wien nach Skopje – bzw. retour – wurde von der AUA perfekt abgewickelt, ein kurzes Treffen der Einheiten fand in der Nacht am Flughafen in Skopje statt. Das Briefing für die Ablösemannschaft fand vor dem Abflug (22:40 Uhr) in Wien statt.

Mit dabei sind die Landesfeuerwehrkommandanten von Niederösterreich und der Steiermark, Landesbranddirektor Dietmar Fahrafellner, MSc und Landesbranddirektor Reinhard Leichtfried, Erwin Grangl, stellvertretender Landesfeuerwehrkommandant der Steiermark sowie Landesfeuerwehrkurat Superior Pater Dr. Michael Staberl.

Video vom 8. August

Die in Nordmazedonien abgelöste Einheit ist – nach ihrer Abreise ins Einsatzgebiet am Donnerstagvormittag (22-stündige Anreise) – zwischenzeitlich wieder wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt.

Einsatz nahtlos fortgesetzt

Die nachrückenden Kräfte haben ihre Arbeit heute Früh bereits aufgenommen. Ihre Hauptaufgabe besteht, wie gestern von den mittlerweile abgelösten Kräften bereits erfolgreich aufgenommen, weiterhin in der Verteidigung der Ortschaft Budinarci durch die Sicherstellung der Löschwasserversorgung.

Eine weitere Aufgabe besteht in der Verbesserung des Gesamtlagebildes in diesem Bereich, wobei einzelne Brandherde, die sich in unwegsamen Hügel- bzw. Berggelände befinden, nur mittels Luftunterstützung bekämpft werden können.

Durch die Mannschaftsrotation haben sich auch in der Führungsspitze der steirischen Einheit Änderungen ergeben. Die Ablösen sind:

Teamleader: ABI Jürgen Rachwalik
Deputy Teamleader: OBM d.LFV Bernhard Hösel
Operations Officer (Zugskommandant):  ABI Bernd Fladischer
Liaison Officer (Verbindungsoffizier): HBI Günther Theisbacher

Drohnenunterstützung zur Absicherung der Einsatzmannschaften

Vom Landesführungsstab in Lebring, der seit Donnerstag, 5. August, (bis heute Sonntagabend (8. August 2021) danach Ablöse) vom Leiter des Stabes Dipl.-Ing. Dr.mont. Hannes Kern koordiniert wird, wurde für die Ablösemannschaft auch eine Drohne mit Infrarotkamera organisiert und ins Einsatzgebiet mitgegeben.

Mithilfe des Drohneneinsatzes und der dabei angefertigten Luftbilder erwarten sich die Führungskräfte nicht nur ein besseres Bild der Gesamtlage sondern insbesondere in Gefahrensituationen auch eine Möglichkeit zur kurzfristigen Überwachung und Absicherung von Mannschaft und Gerät.

Bereits über 100 steirische Feuerwehrmitglieder im Hilfseinsatz

Zwischenzeitlich sind es bereits deutlich über 100 steirische Feuerwehrmitglieder die direkt (vor Ort in Nordmazedonien) oder indirekt (im Landesführungsstab, in den Bereichen von Transport, Logistik, Organisation etc.) in diesem internationalen Hilfseinsatz im Rahmen des Unionsmechanismus tätig geworden bzw. involviert sind.

Altes, einheimisches Gerät contra moderner Technik aus Slowenien

Dank des Landes-Feuerwehrkommandanten

Landesfeuerwehrkommandant LBD Reinhard Leichtfried, der aktuell selbst im Einsatzraum in Nordmazedonien ist, dankt allen Feuerwehrmitgliedern, die bei diesem Kampf gegen das Flammeninferno hervorragende Arbeit geleistet haben, dafür sogar Urlaub genommen haben und freut sich im Besonderen darüber, dass alle Einsatzkräfte nach diesen anstrengenden Tagen in Nordmazedonien wieder gesund und wohlbehalten in die Heimat zurückgekehrt sind.

Steirischer Landes-Feuerwehrverband, 8. August 2021

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