Bayern: Speisefettspur durch Traunstein → drei Feuerwehren im Einsatz | Spezialkehrmaschine erforderlich
TRAUNSTEIN (BAYERN): Eine mehrere Kilometer lange und äußerst rutschige Fahrbahnverunreinigung hat am Montag, 10. August, gegen 16:30 Uhr einen umfangreichen Feuerwehreinsatz im Stadtgebiet Traunstein sowie in den Ortsteilen Haslach und Wolkersdorf ausgelöst. Aus einem fahrenden Lastkraftwagen war Speisefett aus einem rund 200 Liter fassenden Behälter ausgelaufen. Verletzt wurde niemand. Zur Säuberung der Fahrbahn musste letztlich eine Spezialmaschine zum Einsatz kommen.
Von Hubert Hobmaier, Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Die Verunreinigung zog sich von der Maxstraße über die Rosenheimerstraße und die Äußere Rosenheimerstraße bis zur Chiemseestraße. Von dort führte die Spur weiter auf der Staatsstraße in Richtung Erlstätt, über die Abzweigung nach Wolkersdorf und die Dorfstraße bis in das Gewerbegebiet Wolkersdorf.

Zunächst wurde der städtische Bauhof über die Verunreinigung informiert. Aufgrund des einsetzenden Berufsverkehrs war das ausgelaufene Fett zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Fahrbahn breitgefahren. Die dadurch entstandene, äußerst schmierige Oberfläche stellte insbesondere für Zweiradfahrer, aber auch für den übrigen Straßenverkehr eine erhebliche Unfallgefahr dar.
Daraufhin wurde die Feuerwehr Traunstein alarmiert. Aufgrund der Länge der Verunreinigungsstrecke wurden im weiteren Einsatzverlauf die Feuerwehren Haslach und Wolkersdorf nachalarmiert. Als erste Maßnahme streuten die Einsatzkräfte besonders gefährdete Bereiche mit herkömmlichem Bindemittel ab.

Die Wirkung dieser Maßnahme war aufgrund der großflächig verteilten und stark schmierigen Substanz jedoch nur begrenzt. Zusätzlich stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Warnschilder entlang der betroffenen Strecke auf, um die Verkehrsteilnehmer auf die besondere Gefahr hinzuweisen.
Im Gewerbegebiet Wolkersdorf konnte schließlich ein entsprechender Behälter durch die Polizei als mutmaßlicher Verursacher festgestellt werden. Warum es während der Fahrt zum Austritt des Speisefetts kam, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Da eine vollständige Reinigung mit den vor Ort verfügbaren Mitteln nicht möglich war, wurde ein Spezialreinigungsfahrzeug aus Rosenheim angefordert. Zusätzlich wurde im Einsatzverlauf eine weitere Spezialkehrmaschine angefordert. Mit diesen Fahrzeugen wurde die mehrere Kilometer lange Strecke in einem aufwendigen Reinigungsprozess von den Fettrückständen befreit.

Der Feuerwehreinsatz konnte nach rund drei Stunden beendet werden. Neben den Feuerwehren waren der städtische Bauhof, der Kreisbauhof sowie der Straßenmeister des Staatlichen Bauamtes an den Maßnahmen beteiligt. Die Einsatzleitung hatte Traunsteins stellvertretender Kommandant Danny Paris übernommen. Seitens der Feuerwehren waren rund 60 Einsatzkräfte vor Ort.
Für die Feuerwehr war der Einsatz insbesondere aufgrund der großen Ausdehnung der Verunreinigung und des zunehmenden Verkehrsaufkommens eine besondere Herausforderung. Der entstandene Sachschaden kann vonseiten der Feuerwehr nicht beziffert werden. Verletzt wurde niemand.


