Nö: Schneeräumfahrzeug in gefährlicher Schräglage

LAAB IM WALDE (NÖ): Der nächtliche Niederschlag am 25. Jänner 2015, brachte eine dicke Schneedecke in das Wiener Umland und somit auch in den Bezirk Mödling.

Gegen 5 Uhr Früh kam ein Winterdienst-Mitarbeiter, auf der schneebedeckten Fahrbahn der B13, im Gemeindegebiet von Laab im Walde, mit seinem Räumfahrzeug auf das rechte Bankett und konnte am Abhang des steilen Grabens noch rechtzeitig zum Stillstand kommen.

Der unverletzte, erfahrene Chauffeur reagierte völlig korrekt und verständigte, neben dem diensthabenden Vorgesetzten, die Einsatzkräfte über den Notruf 122. Aufgrund der naheliegenden Bezirksgrenze, langte der Notruf vorerst in der Abschnittsalarmzentrale Purkersdorf ein, worauf die Freiwillige Feuerwehr Wolfsgraben, um 5.08 Uhr, zum Verkehrsunfall alarmiert wurde.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde das Schneeräumfahrzeug zwischenzeitlich von einem weiteren Lkw, gegen das Abrutschen in den Graben, gesichert. Die Feuerwehr Wolfsgraben übernahm sofort die notwendige Sicherung und übermittelte eine erste Lagemeldung an die Alarmzentrale.

Um 5.29 Uhr alarmierte die Bezirksalarmzentrale Mödling die zuständige Freiwillige Feuerwehr Laab im Walde auf die Bundesstraße 13 zur Fahrzeugbergung. Nach der raschen Erkundung, einer zusätzlichen Sicherung mittels einer weiteren Seilwinde und der Absprache mit den bereits anwesenden Kräften aus Wolfsgraben, entschied sich der Einsatzleiter zur Anforderung des Kranfahrzeuges der Feuerwehr Mödling.

Durch die perfekte, bezirksübergreifende Zusammenarbeit konnte, bis zum Eintreffen des Kranfahrzeuges, eine bedenkenlose Sicherung des Räumfahrzeuges hergestellt werden. Die Zufahrt der Kranmannschaft wurde durch einen querstehenden Linienbus, im Ortsgebiet von Laab im Walde, unterbrochen. Kurzerhand wurde eine Rundschlinge angelegt und der Bus durch das Kranbegleitfahrzeug (WLF) angeschleppt. Aufgrund der anschließenden Totalsperre der B13, durch die Polizei, konnte das Kranfahrzeug rasch in Stellung gebracht werden.

Nach einer kurzen Absprache zur taktischen Vorgehensweise wurden die Anschlagmittel angebracht und die Lasttraverse am Kran montiert. Der erste Hub erfolgte an der Hinterachse des knapp 20 Tonnen schweren Fahrzeuges, unter Beibehaltung der Unterstützung einer Seilwinde, im direkten Zug Richtung Fahrbahn. Als Anschlagpunkt für den zweiten Hub, diente die Montagevorrichtung des Pfluges an der Fahrzeugfront.

Somit stand das Räumfahrzeug wieder auf der befestigten Straße und die Bergungsarbeiten konnten abgeschlossen werden. Weil in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle eine Gasleitung gekennzeichnet war, wurde auch der Notdienst des Energieversorgers hinzugezogen. Der Techniker konnte allerdings die rasche Entwarnung erteilen. Durch die tadellose Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte konnte der Lenker die Fahrt mit dem unbeschädigten Fahrzeug wieder fortsetzen.

Im Einsatz stand die Freiwillige Feuerwehr Laab im Walde mit vier Fahrzeugen und 19 Mitgliedern, die Kranmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Mödling mit zwei Fahrzeugen und vier Mann, sowie die Freiwillige Feuerwehr Wolfsgraben aus dem Nachbarbezirk mit vier Fahrzeugen und 17 Kräften.

BFKDO Mödling

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