Bgld: Muss Feuerwehr 30.000 Euro Steuern nachzahlen?

HORNSTEIN (BGLD): Eine Steuerprüfung und ein Verfahren wurden durch das Finanzamt gegen die Freiwillige Feuerwehr in Hornstein im Burgenland eingeleitet. Es soll um Steuernachzahlungen wegen Veranstaltungen der Feuerwehr zur Mitfinanzierung gehen.

Einige Feste stehen jährlich am Programm, um Ausrüstungsgegestände die dringend benötigt werden, mitzufinanzieren. Das Scheunenfest, der Glühweinstand und auch der Feuerwehrball sind dabei in die Ermittlungen der Finanzpolizei geraten.

"Ein Strafbescheid liegt uns derzeit noch nicht vor", sagte Kommandant Wolfgang Rosner Ende September 2015 gegenüber der Onlineausgabe der BVZ. Insidern zufolge soll die Finanz aber eine Steuernachzahlung in der Höhe von rund 30.000 Euro fordern, was aber -mangels Bescheid- per Ende September nicht bestätigt werden konnte.

Gemeinde sagt Unterstützung zu
Hornsteins Bürgermeister Herbert Worschitz versteht unterdessen die Welt nicht mehr: "Die Feuerwehr hat die Erlöse einerseits in Ausrüstungsgegenstände gesteckt, andererseits soll sie nun für diese freiwillige Arbeit und Eigenleistung gestraft werden", meint Worschitz, der das Thema in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen besprechen möchte. Seitens der Gemeinde kann man sich im Worst Case-Szenario aber durchaus vorstellen, der Feuerwehr mit finanzieller Hilfe zur Seite zu stehen.

Angst vor weiterer Anzeige: Feuerwehrball soll abgesagt werden

In der Regel dürfen Feuerwehren pro Jahr drei Tage für Veranstaltungen zur Mitfinanzierung nutzen. "Alleine das Feuerwehrfest dauert vier Tage, damit ist man schon über der erlaubten Grenze", so Worschitz. Aus Angst, eine weitere Anzeige zu riskieren wird nun überlegt, den Feuerwehrball vorsorglich ausfallen zu lassen.

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