Deutschland: Kohlenmonoxidvergiftung durch Betrieb eines Holzkohlegrills

ESSEN (DEUTSCHLAND): Notarzt und Rettungsdienst der Feuerwehr Essen wurden am Samstag, 24. Oktober 2015, um 18.09 Uhr zu einem erkrankten Kind alarmiert. Am Einsatzort schlugen die, standartmäßig vom Rettungsdienst mitgeführten, CO-Warngeräte (Kohlenmonoxid-Warngeräte) an.

Die anwesenden fünf Familienmitglieder wurden sofort ins Freie geleitet und notärztlich behandelt. Unter dem Schutz von Atemschutzgeräten wurde das gesamte Gebäude zur weiteren Personensuche, Ursachenermittlung und Schadstoffmessung begangen. Verantwortlich für die stark erhöhten CO-Werte war ein, im geschlossenen Wintergarten des Erdgeschosses betriebener, Holkohlegrill. Der Grill wurde ins Freie verbracht und das Gebäude mit Überdruck belüftet. Drei Familienmitglieder (74,48,9 Jahre) wurden umliegenden Krankenhäusern zugeführt. Zwei Personen sind durch das eingeatmete CO so stark erkrankt, das eine Verlegung in eine Spezialklinik zur Überdrucktherapie durch einen Rettungshubschrauber notwendig wurde.
Unterstützt durch zwei Notärzte war die Feuerwehr Essen mit ca. 20 Einsatzkräften tätig.
Info Kohlenmonoxid: Kohlenmonoxid entsteht bei einer unvollkommenen Verbrennung kohlenstoffhaltigen Materials wie zum Beispiel Holzkohle. Es verursacht im menschlichen Körper gefährlichen Sauerstoffmangel (Atemgift) .

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