Oö: 13-Jähriger auf Bauernhof in Oftering im Maissilo verschüttet

OFTERING (OÖ): Ein 13-Jähriger wurde Samstagnachmittag, 20. Mai 2017, beim Aushelfen auf einem Bauernhof in einem Maissilo bis zum Kopf verschüttet. Sein 16-jähriger Bruder rettete ihm das Leben.

"Zwei Brüder im Alter von 13 und 16 Jahren halfen einem befreundeten Landwirt, ein Lagersilo, gefüllt mit Mais, zu reinigen. Dazu begaben sich beide in das Silo, während der Mais durch eine Öffnung im Boden maschinell in ein anderes Silo gefördert wurde. Somit konnten die Brüder die Silowände von oben nach unten abkehren.
Der Landwirt begab sich während der Arbeiten außerhalb des Vierkanthofes, in ca. 30 Meter Entfernung, um eine Streumaschine zu reinigen. Bedingt durch den Hof und den Maschinenlärm befand er sich außerhalb der Rufweite der Kinder. Der 13-Jährige versank plötzlich, vermutlich durch Unachtsamkeit, bis zum Kopf im Mais. Geistesgegenwärtig versuchte sein Bruder ihn zuerst aus dem Mais zu ziehen. Als dies nicht gelang, kletterte er aus dem noch zu einem Drittel gefüllten Silo und betätigte den außenliegenden Not-Aus-Schalter. Anschließend holte er den Landwirt, der die Feuerwehr verständigte und zunächst mit einer Flex ein Loch in das Silo schnitt. Der 16-Jährige und der Landwirt schaufelten dann bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte den Mais rund um den Burschen weg und versuchten immer wieder ihn frei zu bekommen," berichtet die Polizei.

Laumat.at

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