Bayern: Neue Leitstelle der Feuerwehr München hat ihren Betrieb aufgenommen

Nach der Beseitigung kleiner Fehler die bei abschließenden Tests am frühen Morgen des 22. Juli 2017 erkannt worden waren, ging der Anruf an die Deutsche Telekom in Meschede. Nun folgte das Umrouten der Notrufnummer „112“. Dies klappte einwandfrei.
In der alten ILS wurden noch die Einsätze, welche bis zur Umschaltung disponiert worden waren, fertig bearbeitet. Um 9.40 Uhr war es dann soweit. Alle Einsätze die auf dem alten Einsatzleitsystem ELDIS2 angenommen wurden, waren abgearbeitet. Jetzt räumten die Disponenten ihre  Einsatzleitplätze, packten Unterlagen ein und warteten auf das OK zur Abschaltung.
Um 12.00 ging in der Heimeranstraße das Licht aus. In der Zwischenzeit lief die neue Leitstelle bereits auf Hochtouren. Allerdings teilweise etwas holprig und stotternd. Dies war aber bei einem so hochkomplexem System zu erwarten. So funktionierten teilweise die Wachdurchsagen nicht, oder die Alarmfaxe zeigten nur kryptische Zeichen. Also nichts, was nicht mit Improvisationstalent der Wachen oder der Leitstellenmannschaft ausgebügelt werden konnte. Ab und zu stockte auch der Funkverkehr. Größtenteils konnten diese Fehler sofort von dem Heer der anwesenden Techniker behoben werden.

Zusammenfassend ist man sehr zufrieden mit dem Ablauf der Umstellung auf das neue Einsatzleitsystem ELDIS3 By. Nun haben die Disponenten die Möglichkeit Fahrzeuge, die mit speziellen Boxen ausgerüstet sind auf einem Stadtplan zu lokalisieren. Außerdem ist ab sofort ein Datenaustausch mit den anderen bayerischen Leitstellen problemlos möglich. Wie gut und stabil die neue Hard- und Software arbeitet, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.

Berufsfeuerwehr München

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