Schweiz: Acht Vermisste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Bergsturz in Bondo

BONDO (SCHWEIZ): Am Mittwoch, 23. August 2017, ist es – Fireworld.at hatte berichtet – bei Bondo zu einem Bergsturz mit anschließendem Rüfenniedergang gekommen. Nach aktuellem Erkenntnisstand werden nun mehrere Personen vermisst. Bis zum Abend des 24. August war kein Kontakt herzustellen.

Um 09.30 Uhr stürzten vom Piz Cengalo im Val Bondasca Felsmassen ins Tal. Die Gesteinsmassen wurden als Murgang von der Bondasca talauswärts geschoben und beschädigten Maiensässe. Der Murgang näherte sich dem Dorf Bondo, wo sämtliche Liegenschaften, rund 100 Personen, durch die Feuerwehr, Gemeindearbeiter und die Kantonspolizei Graubünden evakuiert wurden.
Insgesamt wurden 12 Objekte (Ställe und Maiensässe) vom Murgang erfasst und zerstört beziehungsweise in Mitleidenschaft gezogen. Aus der Val Bondasca wurden einige Personen mit Helikoptern der Heli Bernina und der Rega aus dem Gefahrengebiet ausgeflogen. Die SAC-Hütten Sciora und Sasc Furä wurden ebenfalls mit Helikoptern evakuiert.

Vermisste Personen

Im Gebiet der Val Bondasca konnten acht Personen, die sich zum Zeitpunkt des Bergsturzes dort aufhielten, nicht erreicht werden. Sechs dieser acht Personen wurden von Angehörigen als vermisst gemeldet. Aufgrund der Ermittlungen betreffend Vermisste wurde die Suche nach ihnen in der Nacht auf Donnerstag intensiviert. Dabei kam auch ein Helikopter der Schweizer Armee zum Einsatz. Bei den Vermissten handelt es sich um Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Trotz intensiver Suchaktionen mit Helikoptern, Suchhunden und personellen Mitteln konnten die Vermissten bis zum frühen Abend des 24. August 2017 nicht ausfindig gemacht werden. Eine weitere Sechsergruppe, die am Donnerstagmittag zusätzlich im Bergell als vermisst gemeldet wurde, konnte am Nachmittag erreicht werden. Die Gruppe hielt sich in benachbartem Gebiet in Italien auf.

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