e-Learning für die Kärntner Feuerwehren an der Landes-Feuerwehrschule

Die Landes-Feuerwehrschule Kärnten setzt verstärkt auf e-Learning und holt sich in einem gemeinsamen Projekt Unterstützung von der Fachhochschule Kärnten (FH).

Gerade die letzten Wochen haben im Spätherbst 2019 einmal mehr bewiesen, dass die Kärntner Feuerwehren mit ihrem flächendeckenden Netz eine tragende Säule der Katastrophenabwehr in Kärnten darstellen. Ganz abgesehen vom „Tagesgeschäft“ der Kärntner Feuerwehren, dessen Einsatzspektrum auszugsweise vom „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ bis hin zum „Zimmerbrand mit eingeschlossenen Personen“ reicht.

Kärnten ein Vorreiter bei öffentlichen Dienstgebern

„Feuerwehrreferent LR Daniel Fellner begrüßt die Kooperation zwischen der FH Kärnten und der Kärntner Landesfeuerwehrschule und die damit verbundene Modernisierung in der Ausbildung unserer Feuerwehrleute. „Nur wenn wir mit der Zeit gehen und die modernsten Wege in der Ausbildung gehen, bleiben wir fit für die Zukunft“, zeigt sich LR Fellner von der Wichtigkeit dieser Kooperation überzeugt.
Das Land Kärnten als österreichweiter Vorreiter sorgte insofern vor, dass ein jährlicher Rechtsanspruch im Ausmaß von fünf Aus- und Weiterbildungstagen an der Landesfeuerwehrschule für Gemeinde- und Landesbedienstete eingeräumt wurde.

Beste Ausbildung ein Garant für einen sicheren Einsatz

Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin ist überzeugt, dass die Aus- und Weiterbildung der Garant für den Einsatzerfolg ist. Die laufende Weiterentwicklung der Inhalte und Vorgehensweisen, die Berücksichtigung und die Einbindung technischer Entwicklungen sind notwendig, um eine bestmögliche Unterstützung für die Kärntner Feuerwehren sicherzustellen. Das gemeinsame Projekt mit der FH Kärnten brachte nicht nur neue Wege in Technologie und Didaktik (e-Learning), sondern über eine strukturierte Befragung von mehr als 100 mit Feuerwehreinsätzen konfrontierten Personen interessante Erkenntnisse hervor.
„Die der Feuerwehr ausgesprochene Wertschätzung hinsichtlich ihrer Kompetenz, ihrer Professionalität und Hilfsbereitschaft unterstreicht das tiefe Vertrauen der Bevölkerung in unsere Organisation“, zeigt sich LFK Rudolf Robin sehr dankbar.


e-Learning: eine neue Plattform der Wissensvermittlung

Die Erkenntnisse dieser Studie sowie das Feedback der Betroffenen fließen gesteuert in die Ausbildungsmaßnahmen an der Landesfeuerwehrschule ein“, führt der Leiter der Landesfeuerwehrschule Ing. Klaus Tschabuschnig aus. Der zweite Projektteil war die Einführung einer e-Learning-Plattform für die Kärntner Feuerwehren, die neue und ergänzende Wege in der Aus- und Weiterbildung der Feuerwehren eröffnet.


„Zeit- und ortunabhängiges Lernen, vor allem theoretischer Inhalte, flexibilisiert die Ausbildung und führt dazu, dass die Präsenzzeit an der Landesfeuerwehrschule vermehrt der praktischen Ausbildung gewidmet werden kann“, ist Schulleiter Klaus Tschabuschnig überzeugt.
Die erste Umsetzung mit den im Projekt neu geschaffenen Werkzeugen (u. a. eine Lernplattform) erfolgt mit der „e-Gruppenkommandanten-Ausbildung“ an der Landesfeuerwehrschule im Jahr 2020. „Wir bieten natürlich beide Ausbildungsmodelle in Zukunft an: sowohl die e-Ausbildung als auch die Präsenzausbildung in der Dauer von fünf Tagen, sodass die Entscheidung beim jeweiligen Feuerwehrmitglied liegt, welche Variante, die persönlich passendere ist“, führt der Schulleiter aus.

Neueste Lerninhalte auf digitaler Basis

„Die Ausbildung auf einem weiterhin hohen Niveau unter Einbeziehung digitaler Schulungsmethoden zu halten, war das Ziel unserer Kooperation“, betont Thomas Klinger, der am Studienbereich Engineering & IT an der FH Kärnten einige E-Learning-Projekte leitet.
„Es ist uns gelungen, die umfangreichen theoretischen Lerninhalte auf eine E-Learning-Plattform zu transferieren und digitales Lernen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung zu etablieren“, zeigt sich Thomas Klinger über den gemeinsamen Erfolg und die produktive Zusammenarbeit erfreut.

Weitere gemeinsame Projekte der FH Kärnten mit der Landesfeuerwehrschule Kärnten sind in Planung, sie sollen die Kärntner Feuerwehren in ihrer Hilfeleistung unterstützen.
„Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist der FH Kärnten am Studienbereich Engineering & IT wichtig. Unsere Forschungsarbeiten tragen dazu bei, dass der vermehrte Einsatz smarter Technologien sowie der Einzug der künstlichen Intelligenz in allen Industrie-, Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen dem Wohle der Menschheit dienen“, so Franz Riemelmoser stellvertretend für die Studienbereichsleitung Engineering & IT an der FH Kärnten

Landes-Feuerwehrverband Kärnten

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