Ktn: Erfahrungsbericht zum Thema "Drohne in der Feuerwehr"

WOLFSBERG (KTN): Im Sommer 2018 wurde von der Stadtgemeinde Wolfsberg eine Einsatzdrohne angeschafft und bei der Feuerwehr Reideben stationiert. Die Wehr möchte an dieser Stelle die gemachten Erfahrungen mit diesem modernen Einsatzmittel teilen, nachdem die Drohne bis heute bei zahlreichen Übungen und Einsätzen in der Luft gewesen ist.  

Drei Einsätze sollen zu diesem Zweck hergehoben werden, da diese die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten im Feuerwehrdienst zeigen.

Einsatz Tiersuche in St. Stefan

Am 23. November 2019 wurde die Drohne vom zuständigen EL der Feuerwehr St. Stefan zur Unterstützung bei der Suche nach einem ausgebrochenen Stier angefordert. Mit der Wärmebildkamera der Drohne konnte schon nach kurzer Zeit das entlaufende Tier ausfindig gemacht und den Kameraden am Boden der Standort laufend mitgeteilt werden.

Lageübersicht Hochwasser

Beim Hochwasser 2019 in Lavamünd wurde die Drohne vom Bezirkshauptmann des Bezirkes Wolfsberg am 17.11.2019 zur Lageübersicht angefordert.

Bei diesem Einsatz wurde das Einsatzgebiet beflogen, um
a) den Fortschritt der Schutzmaßnahmen zu dokumentieren und
b) um in der Stabsbesprechnung allen anwesenden Organisationen die Lagebilder präsentieren zu können.

Ein Hubschrauber war aus diesem Grund nicht erforderlich und Kosten konnten dafür gespart werden.

Lageübersicht Brand eines Wirtschaftsgebäudes

Am 23.01.2020 wurde die Feuerwehr Reideben zu einem Brand (Stichwort B5) nach Eitweg gerufen. Während einige Kameraden mit der Ausführung des Einsatzbefehls beschäftigt waren, wurde parallel dazu die Drohne flugfertig gemacht. Die erste Befliegung der Einsatzstelle wurde für eine Übersicht der vorherrschenden Lage genutzt.

Die Bilder und Videos des Fluges konnte dem Einsatzleiter der FF Eitweg, BFK Stv. Wolfsberg und GFK Gemeinde St. Andrä für die Beurteilung der Einsatzlage zur Verfügung gestellt werden. 

Der zweite Flug diente nach Brand aus der Suche nach Glutnestern und kleinen Feuern mit der Wärmebildkamera. Hier konnte wie an den Bildern unten zu erkennen ist ein bis dahin noch nicht gelöschter Brandherd im Inneren des Gebäudes entdeckt werden.

Nach Meldung an den EL wurde dieser mittels Innenangriff rasch bekämpft.

Fakten zu Drohne

Bei der Einsatzdrohne handelt es sich um einen Copter der Marke Yuneec H 520 mit eingebauter Wärmebildkamera (CGOET). Bedient wird die Drohne immer von einem ausgebildeten Piloten (Steuerung der Drohne) und einem Operator (Lageübersicht auf einem externen Monitor und Ansprechpartner über Funk).

Die Flugzeit mit einem Akku beläuft sich auf 25 Minuten, wobei die Erfahrung gezeigt hat, dass eine Lageübersicht in wenigen Minuten gegeben ist und bei Suchaktionen die volle Flugzeit genutzt werden konnte.

Die Möglichkeiten für den Einsatz sind Unterstützung bei Suchaktionen, Lageübersichten bei Bränden und Hochwässern und Einsätze mit Gefährlichen Stoffen. Die Drohne kann von jeder Feuerwehr des Bezirkes Wolfsberg über die LAWZ angefordert werden. Bei Fragen zum Thema stehen die zuständigen Kameraden der Feuerwehr Reideben jederzeit zu Verfügung.

Freiw. Feuerwehr Reideben
Bezirks-Feuerwehrkommando Wolfsberg

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