Oö: Vierter Unwettertag in Folge am 24. Juni 2021 → teilweise schwere Hagelgewitter

OBERÖSTERREICH: Schon den vierten Tag in Folge war es in einigen Regionen Oberösterreichs im Laufe des Nachmittags neuerlich so weit. Wiederum zogen teilweise schwere Unwetter durchs Land.

ERSTINFO: Vor allem in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Grieskirchen gingen teilweise schwere Hagelgewitter nieder. Betroffen waren auch die Bezirke Linz-Land und Linz-Stadt.  Dort wurden vor allem im Süden Windschutzscheiben und Teile von Dächern durch die Hagelschauer zerstört. In der Innenstadt wurden Tiefgaragen überflutet. Ebenso war auch der Bezirk Rohrbach betroffen.

Ein Feuerwehrmann hat dieses Bild rund zwei Stunden nach dem Unwetter aufgenommen. Man beachte nicht nur das Hagelkorn, sondern auch die Einschlagtiefe …

Per 21.15 Uhr wurden innerhalb von sechs Stunden 119 Feuerwehren zu 500 Einsätzen alarmiert. Per 21.15 Uhr aktuell im Einsatz stehen 84 Wehren bei 430 Einsätzen. Per 23.30 Uhr sind es 131 Feuerwehren mit 509 Einsätzen.

Bericht der Landeswarnzentrale per 23.40 Uhr

Erneute Großeinsätze der Feuerwehren, bedingt durch ein weiteres Unwetter, wurden auch am Donnerstag 24.06.2021, ausgelöst. Seit den Nachmittagsstunden, beginnend mit 17:00, stehen oberösterreichweit 104 Feuerwehren mit ca. 1560 Einsatzkräften bei 952 Einsätzen im Einsatz.

Zusätzlich waren seitens der Feuerwehr Spezialeinheiten mit drei Kränen, 5 Teleskopmastbühnen, 3 Drehleitern sowie 2 Höhenrettergruppen eingesetzt.

Hauptbetroffen waren zu Beginn die Bezirke Grieskirchen, Urfahr-Umgebung und ab 22:30 auch der Bezirk Rohrbach. In diesen Bezirken wurden auch Spezialkräfte aus den Nachbarbezirken eingesetzt.

Die Bezirke Freistadt, Schärding, Braunau, Eferding, Linz-Land, Ried im Innkreis, Rohrbach und Vöcklabruck sind durch Windböen, Hagel und Starkregen ebenfalls betroffen. Für die Feuerwehren bedeutete das auch in diesen Bezirken verstärkte Einsätze.

Hauptaufgaben der Feuerwehren waren bzw. sind:
• die Beseitigung von Sturmschäden
• Ausrückungen zu Überflutungen von Verkehrswegen und Gebäuden
• Hilfeleistungen bei Hagelschäden
• Provisorische Eindeckung beschädigter Hausdächer

Weitere Hilfseinsätze der Feuerwehren sind für die betroffenen Bezirke zur Beseitigung von Unwetterschäden für morgen früh geplant. Auf Grund der in hoher Zahl einlangenden Notrufe agierte auch die Landeswarnzentrale mit personeller Verstärkung. Unterstützt wurde sie erneut durch die Nachrichtenzentralen Linz, Wels und Ried.

Da die Wetterprognose der ZAMG nicht auf eine eindeutige Verbesserung verweist, wird es auch für morgen, 25. Juni 2021, erhöhte Alarmbereitschaft geben.

Nachmeldung des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes

Bedingt durch die schweren Unwetter die am Donnerstag bereits gegen 17:00 über das Bundesland zogen wurden bis in die Nacht hinein, 104 Feuerwehren zu 952 Einsätzen gerufen. Dies waren erneut fordernde Stunden für die über 1600 Einsatzkräfte der Oö. Feuerwehren. Heute, Freitag, werden die Aufräumarbeiten fortgesetzt. Nach den ersten Alarmierungen wurde schnell ersichtlich, dass auch die Spezialkräfte der Feuerwehren benötigt werden: 3 Kräne, 6 Teleskopmastbühnen, 3 Drehleitern sowie mehrere Höhenrettungsgruppen mussten eingesetzt werden. In manchen Orten waren die Verwüstungen so stark, dass sich erst im Laufe des Vormittags das wahre Ausmaß der angerichteten Schäden sichtbar wurde.

Hauptbetroffen waren zu Beginn die Bezirke Grieskirchen, Urfahr-Umgebung und ab 22:30 auch der Bezirk Rohrbach. Die Bezirke Freistadt, Schärding, Braunau, Eferding, Linz-Land, Ried im Innkreis, Rohrbach und Vöcklabruck waren durch Windböen, Hagel und Starkregen ebenfalls betroffen. Für die Feuerwehren bedeutete das auch in diesen Bezirken verstärkte Einsätze.

Noch in der Nacht wurde vom Stab der „Technischen Einsatzleitung“ (TEL) F-KAT Züge, bestehend aus mehreren Feuerwehren, und EFU-Einheiten gemeinsam mit der LWZ aktiviert. Die Hilfsangebote der umliegenden Feuerwehren sind beträchtlich. Am Freitag sollten dadurch viele der Einsätze abgearbeitet werden können.

Hauptaufgaben der Feuerwehren waren:

  • die Beseitigung von Sturmschäden
  • Ausrückungen zu Überflutungen von Verkehrswegen und Gebäuden
  • Hilfeleistungen bei Hagelschäden
  • Provisorische Eindeckung beschädigter Hausdächer

Einsatzschwerpunkte heute sind die Bezirke Grieskirchen und Urfahr-Umgebung. Die Feuerwehren von Grieskirchen werden mit Hubrettungsfahrzeugen aus den Nachbarbezirken unterstützt. Die Feuerwehren von Urfahr-Umgebung werden mit 8 Hubrettungsfahrzeugen, Kranfahrzeugen und Höhenrettungstruppen aus Nachbarbezirken sowie einer F-KAT, (2 Teleskopmastbühnen, 3 Kranfahrzeugen und 5 weiteren Feuerwehrfahrzeugen mit 50 Mann Besatzung) aus dem Bezirk Wels-Land unterstützt. Zurzeit sind immer noch 77 Feuerwehren mit ca. 1200 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden bei über 100 Einsätzen mit der Abarbeitung der Unwetterschäden beschäftigt.

Oö. Landes-Feuerwehrverband

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