NÖ: Waldbrand in Nöhagen → Fünf Feuerwehren und Landwirte verhindern Großbrand
NÖHAGEN (NÖ): Ein aufmerksamer Beobachter wendete am Freitagnachmittag durch sein rasches Handeln Schlimmeres ab: Nach der Entdeckung einer dichten Rauchsäule in einem Waldgebiet nahe Nöhagen (Gemeinde Albrechtsberg an der Großen Krems) stand ein Großaufgebot von fünf Feuerwehren im Löscheinsatz.

Gegen Freitagnachmittag bemerkte ein Passant den dichten Qualm, der aus dem Waldstück aufstieg, und wählte sofort den Feuerwehr-Notruf. Die Alarmzentrale alarmierte daraufhin umgehend ein Großaufgebot an Einsatzkräften. Neben den Feuerwehren Nöhagen, Weinzierl, Großheinrichschlag und Stixendorf rückten auch das Rote Kreuz sowie die Polizei zur gemeldeten Adresse aus.

Die ersten am Einsatzort eintreffenden Kräfte konnten die Rauchentwicklung rasch lokalisieren. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften das Bild eines Flurbrandes, der durch die Trockenheit bereits dabei war, sich schnell auf den umliegenden Baumbestand auszubreiten.

Unverzüglich wurde ein umfassender Löschangriff gestartet. Die Trupps bekämpften die Flammen sowohl mit Kleinlöschgeräten als auch über mehrere eilig vorgetragene Löschleitungen. Ein entscheidender Faktor für den raschen Löscherfolg war zudem die solidarische Hilfe aus der Bevölkerung: Örtliche Landwirte eilten den Einsatzkräften mit vollgetankten Güllefass-Anhängern zu Hilfe, um den enormen Löschwasserbedarf im unwegsamen Gelände im Pendelverkehr sicherzustellen.

Um bei der dichten Vegetation auf Nummer sicher zu gehen, ließ der Einsatzleiter im weiteren Verlauf die Freiwillige Feuerwehr Senftenberg nachalarmieren. Die Kameraden rückten mit einer Wärmebildkamera an, um den betroffenen Waldboden systematisch nach verborgenen Hitzequellen abzusuchen. Gemeinsam mit den Kräften vor Ort wurden tief sitzende Glutnester freigelegt und gezielt abgelöscht.

Nach rund drei intensiven Stunden konnte der eigentliche Brandeinsatz für den Großteil der Wehren beendet werden. Die örtlich zuständige Feuerwehr Nöhagen überließ jedoch nichts dem Zufall und stellte bis zum nächsten Tag um 10.00 Uhr eine lückenlose Brandwache auf, um ein Wiederentflammen zu verhindern.
