Nö: Jahres-Abschlussübung in Laa an der Thaya mit drei Szenarien abgehalten

LAA/THAYA (NÖ): Am 22. November 2015 fand die Abschlussübung für das Jahr 2015 statt. Übungsannahme war, dass es zu einem Zusammenstoß zweier Pkw kam, wobei einer der Pkw einen Fußgänger erfasste und dieser unter dem Pkw eingeklemmt wurde.

Das zweite beteiligte Fahrzeug wurde zur Seite geschleudert und kam am Dach zu liegen, wobei der Beifahrer im Fahrzeug eingeklemmt wurde. Der Lenker des zweiten Fahrzeuges konnte sich aus dem PKW selbstständig befreien und rannte im Schock von der Unfallstelle davon. Das Übungsszenario wurde durch die Einsatzleitung nach der durchgeführten Erkundung in drei Übungsabschnitte eingeteilt.

Übungsabschnitt 1:
Unter dem PKW war eine Person eingeklemmt. Bei der Annäherung zum betreffenden Fahrzeug konnte der Gruppenkommandant Fässer im Fahrzeuginneren wahrnehmen. Kennzeichnungen oder Gefahrennummer konnten keine Wahrgenommen werden. Auch der Lenker konnte keinerlei Angaben zum Inhalt der Fässer machen. Aus diesem Grund wurde die Umgebung des Fahrzeuges großräumig abgesperrt, ein Brandschutz wurde aufgebaut und ein Atemschutztrupp rüstete sich aus, um zum Fahrzeug zu gelangen, um einerseits die Menschenrettung durchzuführen und andererseits herauszufinden, welche Substanz sich in den Fässern befindet. Der Atemschutztrupp begab sich zu der Person und begann mit Ersten-Hilfe-Maßnahmen. Außerdem wurde bzgl. der Substanz in den Fässern Nachschau gehalten. Es konnte hierbei festgestellt werden, dass es sich um keinen gefährlichen Stoff handelt. Aus diesem Grund konnten sich die übrigen Feuerwehrmitglieder ohne weiteren Körperschutz annähern und eine Menschenrettung wurde durchgeführt. Hierbei wurde das Fahrzeug mittels Hebekissen angehoben, bis ein Hervorziehen der Person möglich war.

Übungsabschnitt 2:
Im zweiten Fahrzeug, welches unmittelbar nach der Kollision zur Seite geschleudert wurde und am Dach liegen blieb, wurde der Beifahrer im Fahrzeug eingeklemmt. Es wurde zunächst ein Brandschutz aufgebaut und das Fahrzeug mittels Keile und einem Zurr-Gurt so gesichert, dass es zu keinen Erschütterungen bei den nachfolgenden Arbeiten kommt und die Person im Fahrzeug noch mehr verletzt wird. Nach der Erfolgten Sicherung des PKW wurde mit dem Hydraulik-Spreizer begonnen, einen Rettungszugang über die Beifahrertüre zu schaffen. Hierzu wurde die Beifahrertüre komplett entfernt. In weiterer Folge wurde die Person mittels Schaufeltrage aus dem Fahrzeug gerettet.

Übungsabschnitt 3:
Da der Lenker eines der beteiligten Fahrzeuge im Schoch davonlief und anzunehmen war, dass die Person verletzt ist, wurde eine Personensuche im näheren Umfeld zum Unfallsort durchgeführt. Die Person konnte nach umfangreicher Suche neben der Ruhhofstraße gefunden werden. Nachdem das Übungsszenario abgearbeitet wurde, wurde eines der beteiligten Fahrzeuge in Brand gesetzt, um zu zeigen, wie schnell ein PKW in Vollbrand steht und wie sich das Feuer im Zuge der Entstehung verhält. Im Anschluss wurde das Fahrzeug zunächst mit Wasser und in weiterer Folge mit Löschschaum gelöscht, um die Wirkung der beiden Löschmittel zu zeigen.

Freiw. Feuerwehr Laa an der Thaya

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