D: Wohnungsbrand -> Menschenrettung über Drehleiter

STUTTGART (D): Bei der Integrierten Leitstelle ging am 7. April 2016 um 1.10 Uhr ein Notruf aus einem Mehrfamilienhaus ein, dass es im Haus brennen müsse; der Treppenraum sei leicht verraucht. Ein Rauchmelder war im Hintergrund im Notrufgespräch deutlich zu hören.

Der Disponent wies der Bewohnerin an, umgehend in ihre Wohnung zurück zu gehen und das Eintreffen der Feuerwehr abzuwarten. Parallel wurden der zuständige Löschzug der Berufsfeuerwehr und der Rettungsdienst alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus der Erdgeschoßwohnung. Mehrere Personen waren in ihren Wohnungen eingeschlossen und machten sich am Fenster bemerkbar. Vom Einsatzleiter wurde das Einsatzstichwort erhöht und weitere Kräfte nachgefordert.

Ein Trupp der Feuerwehr nahm mit einem Löschrohr, geschützt unter umluftunabhängigem Atemschutz, die Brandbekämpfung auf. Parallel dazu wurden sechs Personen, allesamt Bewohner der darüber liegenden Wohnungen, über eine Drehleiter gerettet. Eine Person musste mit Fluchthaube aus einer Wohnung gerettet und über den Treppenraum ins Freie gebracht werden. Weitere Bewohner konnten sich eigenständig über den Treppenraum ins Freie retten. Alle Bewohner wurden in einer nahegelegenen Kita untergebracht und vom Rettungsdienst betreut.

Insgesamt fünf Personen mussten mit Rauchgasvergiftungen in Stuttgarter Kliniken transportiert werden. Bereits um 1.27 Uhr konnte der Einsatzleiter „Feuer unter Kontrolle“ melden. Feuer aus war um 1.48 Uhr. Anschließend waren noch umfangreiche Nachlösch- und Belüftungsmaßnahmen erforderlich.

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