Nö: 70 Kräfte üben Brandszenario in der Seniorenresidenz Bad Vöslau

BAD VÖSLAU (NÖ): Einmal im Jahr halten die vier freiwilligen Feuerwehren Bad Vöslau, Gainfarn, Großau und Sooß eine gemeinsame Übung ab. Am 28.10.2017 war das diesjährige Übungsobjekt für die Unterabschnittsübung die Seniorenresidenz Bad Vöslau.

Gegen 14:00 Uhr brach in einem Aufenthaltsraum auf der Pflegestation im ersten Stock des Gebäudes ein Brand aus. Der gefährliche Brandrauch breitete sich rasch in den Gangbereich aus. Sofort erkannte die automatische Brandmeldeanlage den Brand und löste über die einprogrammierte Brandfallsteuerung die Schließung der Brandschutztüren aus. Auch sämtliche Aufzüge fuhren in das Erdgeschoss und blieben dort mit geöffneten Türen stehen. Zeitgleich wurde über diese Anlage auch die Feuerwehr Bad Vöslau alarmiert.

Bei Eintreffen des ersten Fahrzeuges erkannte der Gruppenkommandant den Ernst der Lage und alarmierte die Freiwilligen Feuerwehren Gainfarn, Großau und Sooß sowie den Rettungsdienst nach. Die Mannschaft des ersten Fahrzeuges wurde von den nachkommenden Fahrzeugen unterstützt und baute eine Löschleitung auf. In weiterer Folge erkundete ein Trupp den dicht verrauchten Brandabschnitt und stellten fest, dass in allen Zimmern – die zu diesem Zeitpunkt großteils noch rauchfrei waren – noch Personen eingeschlossen waren. Der eintreffende Rettungsdienst des Roten Kreuz Bad Vöslau baute vor dem Haupteingang der Residenz eine Patientensammelstelle auf und forderte weitere Rettungsmittel an.

Über die Drehleiter wurden in der Zwischenzeit zwei Personen von einem Balkon gerettet, das Hubrettungsgerät diente in weiterer Folge zur Brandbekämpfung. Über den Korb der Drehleiter wurde ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Sooß nach oben ins Gebäude gebracht.

Von den Feuerwehren Gainfarn und Großau wurde über den Innenhof des Gebäudes ein Angriff vorgenommen. Ein weiteres Rettungsfahrzeug des Roten Kreuz Bad Vöslau fuhr ebenfalls über den Innenhof zu und übernahm dort die weitere Versorgung der geretteten Personen. Diese konnten nach einer Stabilisierung in umliegende Spitäler abtransportiert werden.

Kurze Zeit später konnten die Atemschutztrupps das Feuer gemeinsam löschen und eine Abluftöffnung für die beginnende Druckbelüftung schaffen, durch die das Gebäude rasch rauchfrei wurde.

Bei der Kontrolle der anwesenden Personen außerhalb des Gebäudes, wurde festgestellt, dass mehrere Bewohner der Seniorenresidenz abgängig waren. Daher wurden Rettungshunde zur Personensuche angefordert. Die Rettungshundestaffel aus Bad Vöslau, die Rettungshunde des Roten Kreuz Wiener Neustadt und die Rettungshunde Niederösterreich suchten den umliegenden Bereich – bestehend aus Wald, Weingärten und Feldern – sowie das Gebäude selber ab.

Durch die zahlreichen Suchhunde der verschiedenen Organisationen konnten die noch vermissten Personen rasch aufgefunden und zur weiteren Versorgung den Sanitätern des Roten Kreuz Bad Vöslau übergeben werden.

Nach gut 2 Stunden wurde die Übung erfolgreich beendet. Bei der Übungsnachbesprechung zeigten sich die Geschäftsleitung der Seniorenresidenz und die Vertreter der Politik, allen voran Bürgermeister Christoph Prinz und Bürgermeisterin von Sooß Helene Schwarz, von den Leistungen der freiwilligen Einsatzkräfte beeindruckt. Insgesamt standen 50 freiwillige Feuerwehrmitglieder und 20 freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Rettungshundestaffeln im Einsatz.

Große Übungen wie diese sind notwendig, um die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Einsatzorganisationen zu trainieren, sodass im Ernstfall rasch und effektiv Hilfe geleistet werden kann.

Freiw. Feuerwehr Bad Vöslau

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